Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.

Anmeldungen zu RESSA-Veranstaltungen unter Info / Anmeldung!

   

REESER GESCHICHTSFREUND Nr. 19/2026

Der druckfrische REESER GESCHICHTSFREUND ist ab sofort in der Touristeninformation am Markt, in der Bücherecke und der Delltor-Apotheke in der Dellstraße, in der Bäckerei Gerads im Rewe-Markt am Westring, im Koenraad Bosman Museum sowie bei RESSA-Veranstaltungen erhältlich. Außerdem kann das Jahrbuch unter www.ressa.de/shop bestellt werden. 

Willkommen in der Reeser Geschichte!

Der Reeser Geschichtsverein RESSA erforscht seit 1987 die Geschichte der Stadt Rees und ihrer Ortsteile, aber auch die Bedeutung der ältesten Stadt am unteren Niederrhein im Laufe der Jahrhunderte.

Auf dieser Seite möchten wir unsere Mitglieder und geschichtsinteressierte Gäste über aktuelle und künftige Aktivitäten des Vereins informieren und zugleich auf die Vorträge, Exkursionen und Feste der letzten drei Jahrzehnte zurückblicken.

Viel Vergnügen beim Stöbern und Staunen wünscht

der RESSA-Vorstand

Besuchen Sie auch unsere Website zum Rinkieker:   

Die aktuellesten Nachrichten

RESSA-FÜHRUNG DURCH DIE KNIPPENBERG-AUSSTELLUNG

16 RESSA-Mitglieder nutzten am heutigen Samstag die Möglichkeit, sich im Koenraad Bosman Museum durch die Ausstellung "Der Reeser Fotograf Joseph Knippenberg" führen zu lassen. Josef Kux, Großneffe des lokalen Fotopioniers Joseph Knippenberg (1876-1943), und RESSA-Vize Michael Scholten, zugleich Kurator der Ausstellung, führten die Gäste eine Stunde lang von Rahmen zu Rahmen, von Vitrine zu Vitrine und erzählten anekdotenreich aus Knippenbergs Leben und Schaffen. Die Ausstellung mit vielen Reeser Stadtmotiven aus den Jahren 1900 bis 1935 (aber auch Bildern aus Kalkar, Emmerich, Düsseldorf und Bacharach) ist bis zum 8. März 2026 an jedem Wochenende (auch über Karneval) zu sehen. Samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr, sonntags zusätzlich von 11 bis 13 Uhr. Mitglieder des Reeser Geschichtsvereins RESSA sowie der Freiwilligen Feuerwehr haben freien Eintritt. Der reguläre Eintrittspreis fürs Museum liegt bei zwei Euro, ermäßigt ein Euro.
7. Feb. 2026, 20:42 Uhr

AUTORENLESUNG MIT BERNHARD LENSING

Etwas improvisieren und Stühle nachstellen musste das Team der Stadtbücherei Rees am vergangenen Mittwoch, weil zu der Lesung mit Bernhard Lensing weit mehr Besucher wollten als angenommen. Über 70 Besucher hörten schließlich dem Vortrag des in Emmerich geborenen Autors zu, der aus seinem Buch "Ein Hof, mein Vater und der Krieg" vorlas. Bernhard Lensing wurde 1948 geboren, und nach dem Tod seines Vaters 1968 erbte er den Bauernhof, den seine Familie schon seit über 250 Jahren bewirtschaftet hatte. Mit zum Erbe gehörte eine umfangreiche, sich über Jahrhunderte erstreckende Sammlung von Urkunden, Briefen und Fotografien, die Lensing jetzt sichtet und dem Landesarchiv NRW vermachen möchte. Unter den Schriftstücken befinden sich auch zahlreiche Briefe und Papiere aus der Zeit des Nationalsozialismus. Bernhard Lensing musste erfahren, dass sein Vater während des Dritten Reiches Mitglied der NSDAP war und zahlreiche Ämter bekleidet hatte. Als Ortsbauernführer von Hüthum hatte er die Aufgabe, über 80 Landwirte in der Region auf den Kurs der Nazis zu bringen. Anhand von Briefen, Einladungen und anderen Dokumenten zeigte Lensing, wie schnell sein Vater das Vokabular der neuen Machthaber übernahm und damit aktiv der nationalsozialistischen Propaganda diente. Dann führte er aus, wie sein Vater Opfer einer Intrige und denunziert wurde, so dass er schon Ende 1933 als Ortsbauernführer durch einen zuverlässigeren Parteigenossen ersetzt wurde. "Die meisten Landwirte am Niederrhein waren katholisch, politisch dem Zentrum nahe und standen dem Nationalsozialismus zunächst ablehnend gegenüber", hat Lensing ermittelt. Wer sich aber von den Landwirten nicht aktiv an den nationalsozialistischen Aufmärschen beteiligte, musste mit öffentlicher, namentlicher Nennung in den Fachzeitschriften und auch mit wirtschaftlichen Nachteilen rechnen. "Der Hof, die Familie und die Tradition gehörten untrennbar zusammen", sagte Lensing. Durch Propaganda und wirtschaftlichen Druck gelang es den Nazis offenbar, nicht nur Lensings Vater, sondern auch viele andere Landwirte auf ihre Seite zu ziehen. "Mein Vater hat nach dem Krieg nie über seine Rolle während des NS-Zeit gesprochen", erklärte Lensing. In seinen Tagebüchern zeigte Lensings Vater auch nie Selbstzweifel oder Anzeichen von Reue, doch immerhin hat er alle Papiere und Dokumente aus dieser Zeit aufbewahrt und seinem Sohn vermacht. "Wie viele andere Deutsche war mein Vater während des Dritten Reichs ein Mittäter", musste Lensing eingestehen. Für seine sehr persönliche, eindringliche Lesung erhielt er vom Publikum lang anhaltenden Applaus. Die Lesung war eine gemeinsame Veranstaltung der Stadtbücherei Rees und des Reeser Geschichtsvereins RESSA. Am Mittwoch, 6. Mai, laden die Stadtbücherei, RESSA und der grenzüberschreitende Verein Liemers Niederrhein zu einer weiteren Lesung ein. Im Bürgerhaus Rees wird Professor Frank Mehring sein Buch "Songs of Liberalisation" vorstellen. Es behandelt die Volkslieder, die 1945 in den Niederlanden nach der Befreiung von der deutschen Besatzung entstanden. Die Lesung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Text: Thomas Dierkes Fotos: Michael Scholten, Heinz Vetter
6. Feb. 2026, 21:54 Uhr

SCHLAGZEILEN AUS DEM JAHRE 1979

Die 41. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 9. Februar 1979 unter anderem über einen geplanten Bildband zur 750-Jahr-Feier, das KAB-Narrenschiff und weitere Karnevalsveranstaltungen. Die komplette Zeitung steht bereit unter www.rinkieker.de/ausgaben An jedem Freitag um 7 Uhr veröffentlicht der Reeser Geschichtsverein RESSA eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der Wochenzeitung „Rinkieker“.
6. Feb. 2026, 07:08 Uhr

Fotos von Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.s Beitrag

AUTORENLESUNG AM HEUTIGEN MITTWOCH, 4. FEBRUAR, 16 UHR Zur Erinnerung: Bernhard Lensing liest heute ab 16 Uhr in der Stadtbücherei aus seinem Buch "Ein Hof, mein Vater und der Krieg". Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eine Veranstaltung der Stadtbücherei Rees in Kooperation mit dem Reeser Geschichtsverein RESSA.
4. Feb. 2026, 10:33 Uhr

Neu bei uns im Shop: 📖📕📘

Ab sofort haben wir auch die beiden ersten beiden Bücher von unserem Mitglied Peter von Bein in unseren Online Shop aufgenommen: "Treidelschifffahrt am unteren Niederrhein zwischen Emmerich und Duisburg" ist für 15 Euro, "Myriametersteine und Hektometermarken am unteren Niederrhein" für 10 Euro erhältlich.
3. Feb. 2026, 16:24 Uhr

SCHLAGZEILEN AUS DEM FEBRUAR 1979

Die 40. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 2. Februar 1979 unter anderem über Karneval in Haffen, Fußball in Bienen und den Männerchor in Haldern. Die komplette Zeitung steht unter www.ressa.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht an jedem Freitag um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe.
30. Jan. 2026, 21:14 Uhr
Sämtliche Nachrichten finden Sie in der Rubrik AKTUELL.

Die nächsten Termine​​

22
NOV

Ausstellung „Fotograf Joseph Knippenberg“ im Museum

Museum Koenraad Bosman, Am Bär 1, 46459 Rees, ab 15:00 Uhr

Der Reeser Fotograf Joseph Knippenberg hätte am 6. Januar 2026 seinen 150. Geburtstag feiern können. RESSA nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um in Kooperation mit dem Stadtarchiv Köln auf das kreative Schaffen des Fotografen zu erinnern. Als Sohn des Reeser Buchhändlers und Druckers Franz Knippenberg beschäftigte er sich früh mit der Fotografie. Am 2. Mai 1900 dokumentierte er die Ankunft kaiserlicher Torpedoboote am Reeser Rheinufer. Dank dieser Momentaufnahmen wurden auch Verlagshäuser in Berlin auf Knippenberg aufmerksam. Ab 1926 lebte und arbeitete der Reeser in Düsseldorf, ab 1935 bis zu seinem Tod im Jahr 1943 in Bacharach. Doch er kehrte immer wieder in seine Heimatstadt Rees zurück und hatte stets die Kamera dabei. 

   Die Ausstellung läuft bis März 2026. RESSA-Mitglieder haben immer freien Eintritt ins Museum.


Ausstellung „Fotograf Joseph Knippenberg“ im Museum
18
FEB

Filmabend: „Rees(er) in Film und Fernsehen – Teil 2“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Im Februar 2025 entpuppte sich der gesellige Fernsehabend als großer Straßenfeger. Deshalb folgt ein Jahr später schon die Fortsetzung – gibt es doch im Vereinsarchiv noch viele alte und neue Ausschnitte aus Fernsehshows, Dokumentationen und Reportagen, bei denen Reeser Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen. Oft spielt dabei die Heimatstadt Rees eine Rolle, doch bei diesem Filmabend ist das ausnahmsweise kein Muss. 

   Da viele Protagonisten im Bürgerhaus anwesend sind, ist ein kurzweiliger Abend mit exklusiven Hintergrundgeschichten aus der Fernsehbranche vorprogrammiert. 

   Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

   Übrigens: Wenn auch Sie Gast in einer Fernsehsendung waren und eine Aufzeichnung davon haben, melden Sie sich bitte unter info@ressa.de

Filmabend: „Rees(er) in Film und Fernsehen – Teil 2“
18
MÄR

Die Brücke von Arnheim – Realität und Film

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Dass die deutsche Wehrmacht die Brücke von Arnheim im Herbst 1944 gegen die alliierten Truppen verteidigen konnte, hatte auch bittere Konsequenzen für Rees: Um einen alternativen Weg über den Rhein zu finden, bombardierten die Alliierten in den Kriegsjahren 1944 und 1945 viele niederrheinische Städte, darunter Rees. 

   Der niederländische Historiker Edwin Zweers zeichnet in seinem Bildervortrag die Schlacht um die Brücke von Arnheim nach, bevor RESSA-Vize Michael Scholten auf den Kriegsfilm „Die Brücke von Arnheim“ (1977) eingeht. Der starbesetzte Kinohit wurde vor 50 Jahren in der niederländischen Stadt Deventer gedreht. 

    Der Vortrag findet in Kooperation mit dem deutsch-niederländischen Verein Liemers Niederrhein statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Brücke von Arnheim – Realität und Film
18
APR

Führung durch das LVR-Niederrheinmuseum in Wesel

Treffpunkt: REWE-Parkplatz, Westring, 46459 Rees, ab 14:00 Uhr

Mit neuem Konzept und neuen Ausstellungen feierte das LVR-Niederrheinmuseum im Sommer 2025 seine große Wiedereröffnung. Vor dem Hintergrund des Leitmotivs „Leben mit dem Wasser“ wird die reiche Kulturgeschichte der Menschen am Niederrhein dargestellt, aber auch die Frühgeschichte der Region. Außerdem werden die Biografien prominenter Niederrheiner näher beleuchtet. Viele Exponate und 42 Medienstationen laden zu einer informativ-unterhaltsamen Zeitreise ein.

   Die Teilnehmer zahlen den Eintritt von sechs Euro selbst, die Kosten für die Führung übernimmt RESSA. Eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. Um 13.30 Uhr werden auf dem Rewe-Parkplatz in Rees Fahrgemeinschaften gebildet. Im Anschluss an die Führung besucht die Gruppe das Museumscafé (optional).

Führung durch das LVR-Niederrheinmuseum in Wesel
6
MAI

Lesung mit Frank Mehring: „Songs of Liberation“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

In Kooperation mit der Stadtbücherei Rees und dem deutsch-niederländischen Verein Liemers Niederrhein veranstaltet der Reeser Geschichtsverein einen Lese- und Liederabend mit Frank Mehring. 

   Der Klever ist Professor an der Radboud-Universität in Nimwegen und hat 2025 das Buch „Songs of Liberation in the Netherlands“ veröffentlicht. Damit erinnert er an die Lieder, mit denen die Niederländer ab Mai 1945 die Befreiung vom Nationalsozialismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs besangen. „Es war, als ob die Welt plötzlich wieder in Farbe erstrahlte“, sagt Frank Mehring. „Diese Lieder sind pure Emotion: tanzen, flirten, von einer Zukunft in Freiheit träumen.“ Bunte Platten-Cover bilden den perfekten Kontrast zu den Schwarzweiß-Fotos jener Zeit. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Lesung mit Frank Mehring: „Songs of Liberation“
9
JUN

Vortrag Dr. Georg Cornelissen: „Pötte, plästern, Pimpernellen“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Dr. Georg Cornelissen widmet sich im Bürgerhaus „typisch niederrheinischen Wörtern mit P in Rees und Umgebung“. Über seinen Vortrag (Eintritt frei) schreibt er:

   „Panhas, pladdern, Pülleken: Die alltägliche Umgangssprache ist voller regionaler Vokabeln. Viele sind dem Dialekt zu verdanken. Aber sie sind auch Menschen geläufig, die nie im Leben Platt gesprochen haben. Allein schon die Wörter mit P wie Papp, Piep und Puup. Ein Pfosten ist ein Pool, eine kleine Flasche ein Pülleken. Wenn et den ganzen Tag am plästern war, ist man am Abend pladdernass. Und wenn die Pflaume voller Pieren ist, kriegt man die Pimpernellen. Auf die ihm eigene humorvolle Art wird der aus Winnekendonk stammende Sprachforscher auseinanderklamüsern, wie reich die Alltagssprache an Wörtern mit P ist – ein Vortrag mit allem Pipapo.“

Vortrag Dr. Georg Cornelissen: „Pötte, plästern, Pimpernellen“

Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V. 

Empeler Straße 122
46459 Rees 

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