Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.
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Willkommen in der Reeser Geschichte!

Der Reeser Geschichtsverein RESSA erforscht seit 1987 die Geschichte der Stadt Rees und ihrer Ortsteile, aber auch die Bedeutung der ältesten Stadt am unteren Niederrhein im Laufe der Jahrhunderte.

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Die aktuellesten Nachrichten

GELUNGENER VORTRAGSABEND IM REESER BÜRGERHAUS

Mehr als 170 Gäste verfolgten jetzt im Bürgerhaus den RESSA-Vortrag "Die JASBA und weitere Reeser Unternehmen". In der ersten Halbzeit berichtete der 2. Vorsitzendende Michael Scholten über die Anfänge der Niederrheinischen Porzellanfabrik, die 1955 in Rees mit großen Erwartungen für den lokalen Arbeitsmarkt eröffnet wurde, aber schon nach einem Jahr in die Krise geriet. Die Familie Schwaderlapp aus dem Westerwald kaufte die Fabrik auf und erweiterte sie in den Folgejahren zur Jasba, einer großen Fabrik für Baukeramik und Spaltplatten. Günther und Gert Schwaderlapp, Enkel des Firmengründers Jakob Schwaderlapp, sowie der frühere Mitarbeiter Fritz Thiele erzählten im Interview viele Details aus der Firmen- und Familiengeschichte. Ein umfangreicher Bericht über die Jasba (übrigens ein Kunstwort aus JA-kob S-chwaderlapp, BA-umbach) wird im übernächsten Jahrbuch des Geschichtsvereins stehen, das Ende 2027 veröffentlicht wird. Im zweiten Teil des Abends verlas RESSA-Vorstandsmitglied Agnes Jay die Recherchen von Heinz Belting über die Reeser Margarinefabrik, die bis circa 1928 existierte und deren Gebäude schließlich von der Tabakfirma Dobbelmann übernommen wurde. Heinz Beltings Beitrag steht im Jahrbuch 20/2027, das Ende November 2026 auf den Markt kommt. Stadtarchivarin Tina Oostendorp führte abschließend in die Geschichte der Tabak- und Pfeifenfabrik Oldenkott ein. Abgerundet wurde der Vortrag durch eine Ausstellung im Bürgerhaus, durch ein Radiointerview, das Moderator Max Schautzer 1978 mit den Oldenkott-Veteranen Benno Tiggelbeck und Heinz Heimann führte, sowie durch einen 13-minütigen Imagefilm, der die Produktion, aber auch den Genuss der Oldenkott-Produkte zeigte. Hinter den Kulissen wirkten auch die RESSA-Vorstandsmitglieder Dirk Kleinwegen, Peter Bongers und Ernst August Voß an dem gelungenen Vortragsabend mit. Dies war der letzte RESSA-Vortrag im Jahr 2026. Der für den November geplante Filmabend "Niederrheiner erzählen" muss aus privaten Gründen abgesagt werden. Fotos (c) RESSA / Dirk Kleinwegen, Peter Bongers, Michael Scholten
15. Okt. 2026, 22:28 Uhr

HERZLICHE EINLADUNG ZUM RESSA-VORTRAG

Am heutigen Mittwoch, 14. Oktober, geht es ab 19 Uhr im Bürgerhaus Rees um die Keramikfabrik JASBA, die Reeser Margarinefabrik und die Tabak- und Pfeifenfabrik Oldenkott. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Reeser Geschichtsverein RESSA und die Referenten freuen sich auf viele stadthistorisch interessierte Besucher.
14. Okt. 2026, 13:03 Uhr

Fotos von Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.s Beitrag

PETERS POST: BÜRGERMEISTER SAHLER VOR GERICHT - ZWEI PROZESSE IN ZWEI JAHREN Unser RESSA-Mitglied Peter Schütte veröffentlicht an dieser Stelle die Ergebnisse seiner Forschungen über die Reeser Stadtgeschichte. Diesmal geht es um ein Kapitel aus dem Leben des früheren Reeser Bürgermeisters Sahler. Der langjährige Reeser Bürgermeister Johann Sahler wurde am 8. Mai 1855 auf Burg Zweiffel in Unterstrunden geboren, heute ein Teil von Herrenstrunden bei Bergisch Gladbach. Das ehemalige Rittergut war über seine mütterliche Familie an seine Eltern gelangt, die es von 1854 bis 1860 besaßen und bewirtschafteten. Sahler war zwar nicht adlig, konnte aber tatsächlich von sich sagen, auf einer Burg geboren worden zu sein. Bevor er nach Rees kam, war er Bürgermeister im hessischen Hünfeld. Von 1894 bis 1911 leitete er dann die Reeser Stadtverwaltung. In seine Amtszeit fielen wichtige Entwicklungen: Auf seine Veranlassung wurde 1896 die Freiwillige Feuerwehr Rees mit rund 70 aktiven Mitgliedern gegründet. Nach dem Münzfund am Weißen Turm im Jahre 1899 ließ Sahler die Silbermünzen sofort sichern und berichtete darüber in den „Bonner Jahrbüchern“. Auch an den Bemühungen um eine bessere Unterbringung des Amtsgerichts war er beteiligt; 1909 wurde das neue Königliche Amtsgericht fertiggestellt. Nach Ablauf seiner ersten Amtszeit wurde Sahler erneut gewählt. Noch heute erinnert die Sahlerstraße an ihn. Seine Amtsführung verlief jedoch nicht konfliktfrei. Innerhalb eines Jahres beschäftigte er zweimal die Duisburger Strafkammer – zunächst als Angeklagter, dann als Nebenkläger. 1905: Sahler auf der Anklagebank Im Oktober 1905 musste sich der damals 50-jährige Bürgermeister wegen Körperverletzung verantworten. Er hatte gestanden, den 21-jährigen Joseph Lauten beleidigt und mit Faustschlägen sowie einem Stock misshandelt zu haben. Lauten hatte zuvor Sahlers 17-jährige Tochter an der Reeser Badeanstalt mit „unpassenden Redensarten“ belästigt. Sahler wurde zu 50 Mark Geldstrafe und zur Übernahme der Verfahrenskosten verurteilt. Lauten widersprach später Teilen des Zeitungsberichts: Er sei kein Schwimmmeister, sondern Maschinist der Handelsmarine und Reserveoffizieraspirant. Außerdem habe sich die Begegnung mit Sahlers Tochter auf der Brücke der Badeanstalt ereignet. Was mit seiner angeblichen „Art der Begrüßung“ genau gemeint war, blieb offen. 1906: Sahler als Nebenkläger Die Verhandlung machte zugleich deutlich, dass zwischen Sahler und einem Teil der Reeser Bürgerschaft schon länger erhebliche Spannungen bestanden. Ein Zeitungsbericht mit der Überschrift „Der beleidigte Bürgermeister“ erinnerte außerdem ausdrücklich an das vorherige Verfahren: Nachdem Sahler wenige Monate zuvor selbst verurteilt worden war, „fungierte Sahler diesmal als Nebenkläger“. Angeklagt waren der Fleischermeister Deckers und der Rentner Küppers. Sie hatten die Behauptung verbreitet, Sahler habe bei einer städtischen Lieferung von Gasöfen einen persönlichen Vorteil für sich beansprucht. Die Stadt hatte sechs Gasöfen mit einem Rabatt von 25 Prozent bezogen und dem Reeser Ofenhändler Sanders zum Verkauf übergeben. Sahler wollte den größten Ofen privat behalten und soll erklärt haben: „Den größten Ofen behalte ich für mich, und die Provision ist mein.“ Ob Sahler auch am Verkauf der übrigen Öfen verdienen wollte, konnte nicht bewiesen werden. Sämtliche Öfen wurden später zurückgegeben. Dennoch bezeichnete der Staatsanwalt das Verhalten des Bürgermeisters als „unvorsichtig“ und geeignet, Misstrauen hervorzurufen. Deckers wurde wegen mehrerer Beleidigungen zu 150 Mark Geldstrafe verurteilt. Küppers wurde in einem Punkt freigesprochen; ein weiteres Verfahren gegen ihn wurde aus formellen Gründen eingestellt. Trotzdem sah die Zeitung Sahler nicht als eindeutigen Gewinner. Ihr Kommentar fiel ungewöhnlich deutlich aus: „Wir finden, daß Herr Bürgermeister Sahler besser getan hätte, diesen Prozeß nicht anzustrengen.“ So zeigen die beiden Verfahren einen Bürgermeister mit unterschiedlichen Seiten: Sahler setzte wichtige Entwicklungen für Rees in Gang, geriet jedoch auch in heftige persönliche Auseinandersetzungen. 1905 saß er selbst auf der Anklagebank, 1906 trat er als Nebenkläger auf – und musste sich dennoch kritische Bemerkungen über sein eigenes Verhalten gefallen lassen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt kehrte Johann Sahler später nach Hessen zurück und lebte bei seiner Tochter. Er starb am 31. Januar 1945, fast 90-jährig, in Hünfeld. Quellen: Prozess 1905 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/5772452?query=%22Rees%20Sahler%22~20 https://zeitpunkt.nrw/search?&query=vl.fulltext%3D(%22Rees%20Sahler%22~20)%20and%20vl.domain%3D(zdiginrw)%20sortBy%20dc.date&operation=searchRetrieve&truncate=on&facets=relatedItem%3D%226373522%22 Prozess Gasofen 1906 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/7096359?query=%22B%C3%BCrgermeister%20Sahler%22 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/9151871?query=%22B%C3%BCrgermeister%20Sahler%22 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/22954520?query=%22Rees%20Sahler%22~20 https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/28584?query=%22B%C3%BCrgermeister%20Sahler%22 Bürgermeister Hünfeld https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/28537054?query=%22B%C3%BCrgermeister%20Sahler%22 Burg Herkunft https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/2972927?query=%22B%C3%BCrgermeister%20Sahler%22 Bild Burg https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71915365 Bild Kamin Technisches Museum Wien, „Gaskamin FRIEDRICH SIEMENS“, Inv.-Nr. 172679, CC BY-NC-ND. Bild Sahler Rees am Rhein. 1900 -2000, Altfrid Brey, Viersen 1999, S. 13.
14. Okt. 2026, 09:00 Uhr

Fotos von Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.s Beitrag

WIE GEHT ES MIT DER BERGUNG DES PANZERTEILS WEITER? Auch die niederländischen Zeitungen haben inzwischen über den Versuch berichtet, das Trümmerteil eines Sherman-DD-Panzers aus dem Rhein bei Rees zu bergen. Der erste Versuch war am 3. Oktober gescheitert. Die breite Berichterstattung hatte den erfreulichen Nebeneffekt, dass bundesweit (und in den Nachbarländern) viele interessierte Menschen auf die Aktion aufmerksam wurden und in manchen Fällen sogar ihre Hilfe bei der Bergung anboten. ABER: Auch die Behörden schauten fortan kritischer auf die Angelegenheit und kamen zu dem Schluss, dass die Bergung nur mit einem amtlichen archäologischen Konzept und durch eine Spezialfirma durchgeführt werden darf. Danach muss sich die private Initiative richten und zunächst Angebote sowie Möglichkeiten der Finanzierung prüfen. Das circa ein Meter lange Teilstück des Turmdrehkranzes wurde inzwischen auf Wunsch des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege zur Außenstelle Xanten gebracht. Dort wird die Eigentumsfrage geklärt. Die Gruppe bedankt sich für das enorm große Interesse in den Medien und auch auf dieser Facebook-Seite (mehr als 105.000 Klicks, die einen Rekord in der Vereinsgesichte darstellen). Wir werden an gleicher Stelle ein Update posten, sobald wir selbst wissen, wie es weitergehen darf. Hier noch einmal der Link zum Beitrag in der "WDR Lokalzeit Duisburg" vom 5. Oktober, der Bericht startet bei Minute 22.20: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duisburg/panzer-bergung-aus-dem-rhein-niedrigwasser-laesst-2-weltkrieg-auftauchen-100.html
12. Okt. 2026, 12:36 Uhr

EIN HISTORISCHER MORDFALL IN REES

Der Youtuber Alex hat sich auf seinem Kanal "Stein und Schatten" mit einem mehr als 200 Jahre alten Mordfall in Rees beschäftigt. Die akribisch recherchierten knapp 20 Minuten sind unter folgendem Link zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=y6OaqFuxkIE Der Fall Lüders und die Hinrichtung des Reesers waren vor 15 Jahren auch schon Thema im Jahrbuch Nr. 5 des Reeser Geschichtsvereins, aber die jüngsten Forschungen, zu denen auch RESSA-Mitglied Peter Schütte beitragen konnte, brachten neue Details zu den familiären Hintergründen ans Tageslicht. Der Reeser Geschichtsverein RESSA freut sich sehr über solche Beiträge zur Reeser Stadtgeschichte und kann hoffentlich dazu beitragen, dass sie ein möglichst großes Publikum erreichen.
12. Okt. 2026, 12:26 Uhr

SCHLAGZEILEN AUS DER VERGANGENHEIT

Die 76. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 12. Oktober 1979 über die Millinger Kirmes, die Blutspender von Rees und das Erntedankfest in Haldern. Die komplette Zeitung steht unter www.rinkieker.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht immer freitags um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Wochenzeitung.
9. Okt. 2026, 07:00 Uhr
18
NOV

FÄLLT AUS: Filmabend mit Clemens Reinders: „Niederrheiner erzählen“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Aus gesundheitlichen Gründen muss die Veranstaltung leider verschoben werden.


Clemens Reinders ist Buchautor, Filmemacher, Pädagoge und Halderner durch und durch. Schon als Student an der Kunstakademie Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität dokumentierte der 1962 geborene Lindendörfler mit Fotos, Filmen und Texten die Geschichte(n) seiner Heimatregion Niederrhein. Unvergessen sind seine WDR-Dokumentarfilme „Aspel: Ende einer Schulzeit“ und „Haldern: Wo die Linden rauschen.“

Für den Reeser Geschichtsverein RESSA stellt der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Haldern nun eine Auswahl seiner besten lokalhistorischen Reportagen, Augenzeugenberichte und Buchbeiträge zusammen, um das Lebensgefühl der Niederrheiner im Wandel der Jahrzehnte zu beleuchten. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

12
DEZ

Jahreshauptversammlung und RESSA-Adventsfeier

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 15:00 Uhr

RESSA lässt das Jahr 2026 mit einer Adventsfeier im Bürgerhaus ausklingen. Vorgeschaltet ist die Jahreshauptversammlung, in der die Mitglieder über die Erfolge und Herausforderungen des Vereinsjahres und über die Pläne für 2027 informiert werden. 

Eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. Für das Kaffee- und Kuchenbuffet wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Sämtliche Termine finden Sie in der Rubrik VERANSTALTUNGEN.

Anmeldungen zu RESSA-Veranstaltungen unter Info / Anmeldung!

Auf dieser Seite möchten wir unsere Mitglieder und geschichtsinteressierte Gäste über aktuelle und künftige Aktivitäten des Vereins informieren und zugleich auf die Vorträge, Exkursionen und Feste der letzten drei Jahrzehnte zurückblicken.

Viel Vergnügen beim Stöbern und Staunen wünscht

der RESSA-Vorstand

Sämtliche Nachrichten finden Sie in der Rubrik AKTUELL.

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