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Willkommen in der Reeser Geschichte!
Der Reeser Geschichtsverein RESSA erforscht seit 1987 die Geschichte der Stadt Rees und ihrer Ortsteile, aber auch die Bedeutung der ältesten Stadt am unteren Niederrhein im Laufe der Jahrhunderte.


Auf dieser Seite möchten wir unsere Mitglieder und geschichtsinteressierte Gäste über aktuelle und künftige Aktivitäten des Vereins informieren und zugleich auf die Vorträge, Exkursionen und Feste der letzten drei Jahrzehnte zurückblicken.
Viel Vergnügen beim Stöbern und Staunen wünscht
der RESSA-Vorstand
Besuchen Sie auch unsere Website zum Rinkieker:
Die aktuellesten Nachrichten
Entdecken Sie die Vielfalt der regionalen Dialekte – Vortrag mit Dr. Georg Cornelissen!
HERZLICHE EINLADUNG ZUM VORTRAG MIT DR. GEORG CORNELISSEN
Am Dienstag, 9. Juni, referiert der aus Funk und Fernsehen bekannte Sprachforscher Dr. Georg Cornelissen auf Einladung des Reeser Geschichtsvereins im Bürgerhaus ab 19 Uhr über regionale Dialekte und Wörter mit P, also "Pötte, plästern, Pimpernellen".
Da ist gute Stimmung vorprogrammiert!
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
8. Juni 2026, 11:46 Uhr
SCHLAGZEILEN AUS DEM JUNI 1979
Die 58. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 8. Juni 1979 unter anderem über die Verlängerung der Rheinpromenade, sportliche Erfolge und den Beginn der Spargelzeit.
Die komplette Zeitung steht unter www.rinkieker.de/ausgaben
Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht an jedem Freitag um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Reeser Wochenzeitung.
5. Juni 2026, 09:06 Uhr
REES ALS TEIL DER LIBERATION ROUTE EUROPE
Das Bailey-Brücken-Denkmal an der Reeser Rheinpromenade ist jetzt offizieller Bestandteil der "Liberation Route Europe", einer länderübergreifenden Gedenkstätte und einem Wanderweg, der Erinnerungsorte und Geschichten des Zweiten Weltkriegs in ganz Europa miteinander verbindet:
https://www.liberationroute.com/de/pois/3158/bailey-bridge-monument-in-rees
Am 4. Juni 2026 erhielt RESSA die Bestätigung aus Brüssel, dass die Zentrale der "Liberation Route Europe" die Bewerbung aus Rees angenommen wurde und die bereitgestellten Texte und Fotos nun in vier Sprachen auf der Internetseite der Organisation zu finden sind.
Der Niederländer Thjijs van Dooren, der das Bailey-Brücken-Stück im August 2022 mit Helfern aus dem Rhein bergen konnte, und der Reeser Michael Scholten, 2. Vorsitzender des Geschichtsvereins RESSA, waren die treibenden Kräfte hinter dem Denkmal.
Niederländische Fachleute restaurierten das verrostete Fundstück ehrenamtlich, der Verkehrs- und Verschönerungsverein Rees finanzierte das Fundament an der Rheinpromenade, der Reeser Geschichtsverein lieferte die historischen Hintergründe und organisierte die Einweihungsfeier am 23. März 2025, an der neben Bürgermeister Sebastian Hense auch der ZDF-Historiker Alexander Berkel und der britische Major Christopher Button teilnahmen. Videos ihrer Reden sind unter folgendem Link zu finden: https://ressa.de/tv
4. Juni 2026, 21:25 Uhr
Fotos von Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.s Beitrag
PETERS POST: REES ALS AUSFLUGSORT – EINE ZEITREISE DURCH ALTE REISEBERICHTE
Unser RESSA-Mitglied Peter Schütte stellt an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen seine Recherchen zu historischen Reeser Themen vor.
Dass Rees heute gern besucht wird, ist nichts Neues. Schon im 19. Jahrhundert wurde unsere Stadt in Zeitungen, Reiseführern und Werbetexten als reizvoller Ort am Rhein beschrieben. Hotels und Gastwirte warben weit über die Region hinaus um Gäste. Dabei zeigt sich: Rees wurde immer wieder als attraktiv, altertümlich, ruhig und landschaftlich reizvoll wahrgenommen.
Begeben wir uns auf eine kleine Zeitreise durch vier historische Beschreibungen aus den Jahren 1863, 1897, 1926 und 1940.
1) Nach dem Bau der Eisenbahnstation Empel-Rees und der neuen Chaussee von Empel nach Rees erschien 1863 im „Kreis-Anzeiger“ ein bemerkenswerter Artikel. Er richtete sich nicht nur an Reisende, sondern ausdrücklich auch an mögliche Unternehmer und Geschäftsleute:
„Auf einem Ausfluge, den ich alljährlich in der Ferienzeit mache, führte mich vor einiger Zeit die Eisenbahn auch an der Station Empel (Oberhausen-Arnheimer Zweigbahn) in der Nähe der Stadt Rees vorbei. Liebe Erinnerungen aus früherer Zeit ließen mich das Eisenbahn-Coupé verlassen und nochmals das freundliche, nette Städtchen aufsuchen. Eine in fast schnurgerader Richtung von Rees nach Empel angelegte neue Chaussee brachte mich in einer harten halben Stunde mitten durch die fruchtbarsten Äcker und Gärten an das Ziel meiner Wanderung — in Rees hinein.
Die Stadt Rees, Kreisstadt, unmittelbar am Rheinstrome und eine halbe Stunde von der Eisenbahn-Station Empel gelegen, zählt gegen 4000 Einwohner und treibt mit wenigen Ausnahmen Ackerbau, obschon sie sich wegen ihrer günstigen Lage sehr für industrielle Unternehmungen empfiehlt. Dies begründet sich auch noch dadurch, daß Wohnungen daselbst billig zu haben sind, Arbeitslöhne auf einem niedrigen Standpunkte stehen, die Commune Vermögen besitzt, weshalb keine Communalsteuern zu entrichten sind.“
2) Über 30 Jahre später erschien ein Artikel in der Niederrheinischen Volkszeitung, der sich vor allen Dingen mit der Geschichte von Rees beschäftigte. Auch 1897 fällt die Beschreibung des damaligen Rees recht positiv aus.
„Das heutige Rees zählt ungefähr 4000 Einwohner und liegt recht hübsch am Rheinstrome, von dem aus gesehen es sich noch recht alterthümlich ausnimmt, indem nach dieser Seite hin stattliche Ueberreste der Stadtmauer sich erheben, hinter welchen nur die Dächer der dahinter liegenden Häuser hervorragen.
Im Uebrigen verleugnet die Stadt nicht ihren niederrheinischen Charakter: Breite stille Straßen und meist kleinere einfache Häuser, die „größtentheils zu sauber sind, um von Armuth zu zeugen, und zu beschränkt, um großen Reichthum zu verrathen, zu altmodisch, um elegant zu sein, und zu neu, um irgend malerisch anzusprechen.“
3) 1926, wiederum knapp 30 Jahre später, wird Rees im großen Rhein-Reiseführer von Paul Clemen zum Jubiläum der Köln-Düsseldorfer Rheindampfschifffahrt besonders historisch und malerisch beschrieben:
„Unmittelbar am heutigen Flußbett liegt Rees, von den Mauern noch umzogen, die schon 1228 begonnen waren, mit seinen vier alten Toren, an der Südostecke ein mächtiges 8 m hohes vorgeschobenes Bollwerk, das 1470 von dem Herzog Johann von Cleve errichtet war, mit Linden bestanden — wie oft hat es als Eisbrecher die Stadt geschützt, die bedrohlichen Schollen des wandernden Gletschers abgewehrt.
Auf dem Marktplatz der stillen Stadt überrascht der höchst repräsentative Bau des Rathauses von 1450, das wie eine kleine Festung mit Zinnen und Ecktürmchen angelegt ist. Die 1828 geweihte katholische Pfarrkirche ein wirkungsvoller Neubau im Schinkelschen Geiste. Und vor den Toren macht die Stadt ihren alten Ehrennamen wahr: Resa uber — das fruchtbare Rees.“
4) Der Schriftsteller Alfons Paquet beschreibt Rees 1940 fast schon filmisch. Seine Schilderung beginnt mit der gemütlichen Kleinbahnfahrt durch die niederrheinische Landschaft:
„Da fährt vom äußersten Rand von Wesel die Kleinbahn gemächlich durch ein Weideland mit grasendem Vieh. Feierlich, nebelhaft ragen die grauen Türme von Xanten in der Ferne. Noch ein paar Haltestellen bei den Bauernhöfen, dann kommt Rees. Die Straßen dieser Stadt werden zu dem Marktplatz und zu den Rheintoren hin immer altertümlicher. Hinter einem schmalen Durchlaß zeigt ein Beginenhof seine Reihe kleiner Häuschen und den sorgsam behüteten Ziergarten.
Das langgezogene Rechteck des Marktplatzes mit seinen Giebelhäusern spricht noch von der Zeit, als Rees ein Mittelpunkt des Überlandhandels war. Außerhalb der Tore liegen die waggonähnlichen Hallen einer Rauchtabakfabrik. Der Besucher, der zum Rhein will, betritt neben der Linde des Wirtshauses vor dem Rheintor das Rondell. Die ungebrochene Mittelalterlichkeit dieser Bastion fällt den vorüberfahrenden Schiffen am stärksten ins Auge. Am Ufer unter der Stadtmauer, in deren Ritzen da und dort ein Goldlackbüschel leuchtet, werden Frachtdampfer ausgeladen. Es sind nicht die größten der Frachtschiffe, die den Rhein befahren, und die Arbeit geschieht ohne Hast. Die Fähre setzt über den Strom hinüber. Dort neben dem Fahrhaus auf der Höhe des Deiches beginnt die Landstraße nach Kalkar.“
Betrachtet man diese vier Texte zusammen, fällt auf, wie konstant das Bild von Rees über Jahrzehnte blieb: freundlich, ruhig, historisch, niederrheinisch und eng mit dem Rhein verbunden. Mal stand die wirtschaftliche Zukunft im Vordergrund, mal die mittelalterliche Atmosphäre oder die stille Beschaulichkeit – doch immer wurde Rees als etwas Besonderes wahrgenommen.
Quellen:
1 Kreis Anzeiger, 13.10.1863
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3482461?query=%22Stadt%20Rees%22
2 Niederrheinische Volkszeitung 21.8.1897
https://zeitpunkt.nrw/download/pdf/29301429.pdf
3 Rheinfahrt. Führer durch Geschichte, Kunst und Landschaft des Rheintales. Zum 100jährigen Jubiläum der Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt, von Paul Clemen.
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/IHQHKEBHE2353366MDBMW5GR7KUVQXW3
4 Alfons Paquet: Der Rhein. Vision und Wirklichkeit, Düsseldorf 1940.
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/5LSQFOGMURBXBWYOQGBGE2ANPNW4YEW2
5 Anzeigen: Essener Allgemeine Zeitung, 1.8.1930
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/13844572?query=%22Rheinhotel%20Dresen%20Rees%22
3. Juni 2026, 20:50 Uhr
Humorvoller Sprachvortrag von Dr. Georg Cornelissen im Reeser Bürgerhaus
DR. GEORG CORNELISSEN REFERIERT IM REESER BÜRGERHAUS
Der aus Presse, Funk und Fernsehen bekannte Sprachforscher Dr. Georg Cornelissen kommt am Dienstag, 9. Juni, auf Einladung des Reeser Geschichtsvereins RESSA erneut nach Rees.
Ab 19 Uhr referiert er im Bürgerhaus über „Typisch niederrheinische Wörter mit P in Rees und Umgebung: Pötte, plästern, Pimpernellen“. Auf die ihm eigene humorvolle Art wird der aus Winnekendonk stammende Autor und pensionierte Leiter der Abteilung Sprachforschung beim Institut für rheinische Landeskunde und Regionalgeschichte des LVR in Bonn auseinanderklamüsern, wie reich die Alltagssprache an Wörtern mit P ist – eben ein Vortrag mit allem Pipapo.
Die einleitenden Worte spricht Agnes Jay. Die gebürtige Reeserin und pensionierte Lehrerin ist Autorin mehrerer Bücher über das „Rääße Platt“ und Schriftführerin des Reeser Geschichtsvereins.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2. Juni 2026, 12:42 Uhr
ÜBERGABE DES FALLTORES AM 31. MAI
Unsere Freunde vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Rees übergeben am Sonntag, 31. Mai, um 11 Uhr das neue Denkmal, das an das frühere Falltor erinnert. RESSA stiftet den Rhinkieker-Sekt, mit dem der VVV-Vorsitzende Michael Arts-Meulenkamp, Rheinkönigin Jutta Green und weitere Ehrengäste das Stahl-und-Holz-Kunstwerk "taufen" werden. Treffpunkt ist die Straße Vor dem Falltor, auf Höhe des Koenraad Bosman Museums.
30. Mai 2026, 08:33 Uhr
Die nächsten Termine

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