Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.
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Willkommen in der Reeser Geschichte!

Der Reeser Geschichtsverein RESSA erforscht seit 1987 die Geschichte der Stadt Rees und ihrer Ortsteile, aber auch die Bedeutung der ältesten Stadt am unteren Niederrhein im Laufe der Jahrhunderte.

Besuchen Sie auch unsere Website zum Rinkieker:   

Rinkieker.de

Die aktuellesten Nachrichten

PETERS POST: DIE BRÜCKE VON REES

RESSA-Mitglied Peter Schütte veröffentlicht an dieser Stelle immer mittwochs die Ergebnisse seiner Forschungen über die Reeser Stadtgeschichte. Diesmal geht es um eine Rheinbrücke vor circa 270 Jahren. Seit knapp 60 Jahren überspannt eine Brücke nördlich des Reeser Stadtkerns den Rhein. Mit ihrer Eröffnung im Dezember 1967 erhielt die Stadt erstmals eine dauerhafte feste Rheinquerung. Doch schon lange zuvor gab es Versuche, den Fluss zumindest vorübergehend zu überbrücken. 1945 errichteten die Alliierten hier mehrere Behelfsbrücken, und auch im Ersten Weltkrieg bauten deutsche Pioniere zu Übungszwecken Pontonbrücken. Die Brücke, von der dieser Beitrag erzählt, entstand jedoch bereits im Jahr 1758 während des Siebenjährigen Krieges. In diesem Krieg standen Frankreich und Österreich dem preußischen König Friedrich II. gegenüber, der von Großbritannien und seinem Schwager Herzog Ferdinand von Braunschweig unterstützt wurde. Die Franzosen hatten das linke Rheinufer besetzt; auch Wesel befand sich seit April 1757 in ihrer Hand. Rees lag damit unmittelbar an der Grenze der gegnerischen Heere. Um Herzog Ferdinand den Übergang auf das linke Rheinufer zu ermöglichen, wurde Anfang Juni 1758 zunächst bei Bimmen – heute ein Ortsteil der Stadt Kleve – eine Schiffsbrücke über den Rhein geschlagen. Zeitgenössische Berichte erwähnen, dass die dafür benötigten Kähne größtenteils aus den Niederlanden beschafft worden waren. Über diese Brücke überschritt Herzog Ferdinand am 1. Juni den Rhein, nahm Kleve ein und errang am 23. Juni den Sieg in der Schlacht bei Krefeld. Nachdem die Vorhut den Rhein zwischen dem 1. und 3. Juni überschritten hatte, verlor die Brücke bei Bimmen jedoch ihre strategische Bedeutung. Für die Verbindung mit den wichtigen Nachschubmagazinen in Münster, Coesfeld und Dorsten lag sie zu weit nördlich. Deshalb wurde sie bereits wenige Tage später abgebaut und am 6. Juni bei Rees erneut errichtet. Dort bildete sie fortan die wichtigste Verbindung zwischen den alliierten Truppen auf beiden Rheinseiten. Zum Schutz des Übergangs und der Versorgungslinien ließ Herzog Ferdinand eine starke Brückenwache unter dem braunschweigischen General Imhoff zurück. Die bei Rees errichtete Schiffsbrücke entwickelte sich zum strategischen Schlüsselpunkt der alliierten Armee. Über sie liefen Verstärkungen, Munition, Lebensmittel und der gesamte Nachschub. Im Ernstfall hing sogar der Rückzug des Heeres von dieser einen Rheinquerung ab. Den französischen Befehlshabern war ihre Bedeutung bewusst: Gelang es ihnen, die Brücke zu zerstören, wäre Herzog Ferdinands Armee von ihren Nachschublinien und einem Rückzug über den Rhein abgeschnitten gewesen. Anfang August 1758 erhielt deshalb der französische General Chevert den Auftrag, den Brückenkopf bei Rees anzugreifen. General Imhoff verfügte lediglich über rund 3.000 Mann und vermied deshalb eine offene Feldschlacht in der Ebene vor Rees. Stattdessen bezog er bei Mehr eine günstige Stellung zwischen alten Rheinarmen, sumpfigen Niederungen und schwer passierbarem Gelände. Dort kam es am 5. August 1758 - auf dem Gebiet des heutigen Mehrhoog - zum Gefecht. Heute ist die Schlacht bei Mehr weitgehend vergessen. Für den Verlauf des Feldzuges besaß sie jedoch erhebliche Bedeutung. Der französische Angriff wurde abgewehrt, die Schiffsbrücke bei Rees blieb in alliierter Hand und die lebenswichtige Verbindung über den Rhein war gesichert. Die Franzosen gaben sich jedoch nicht geschlagen. Zeitgenössische Quellen berichten, dass sie anschließend versuchten, die Brücke durch stromabtreibende, angespitzte Balken sowie mit Eisen beschlagene Hindernisse zu zerstören. Doch auch dieser Plan scheiterte an der Wachsamkeit der Brückenbesatzung. Schließlich erwies sich nicht der Feind, sondern der Rhein selbst als größte Gefahr. Das Hochwasser stieg so stark an, dass Herzog Ferdinand die Schiffsbrücke am 7. August abbauen, nach Schenkenschanz verlegen und dort erneut errichten ließ. Über diesen neuen Übergang konnte die alliierte Armee am 10. August geschlossen wieder auf das rechte Rheinufer zurückkehren. Damit endete die Geschichte der Reeser Schiffsbrücke jedoch nicht endgültig. Im Jahr 2025 wurden bei Haffen zahlreiche Skelette entdeckt, die möglicherweise mit den Kämpfen um die Rheinquerung von 1758 in Verbindung stehen. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, hätte eines der bedeutendsten Ereignisse der Reeser Militärgeschichte fast 270 Jahre später einen eindrucksvollen archäologischen Nachhall gefunden. Quellen: https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/6184999?query=%22Schlacht%20bei%20Mehr%22 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/11172803?query=%22General%20Imhoff%20Rees%22~20 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/4859659?query=%22General%20Imhoff%20Rees%22~20 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/8125981?query=%22General%20Imhoff%20Rees%22~20 https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/GXYNKKMXWFSJ7WBDOCX4P7JEPOMMVPGT? https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/GXYNKKMXWFSJ7WBDOCX4P7JEPOMMVPGT? https://en.wikisource.org/wiki/The_Annual_Register/1758/History_of_the_Present_War/Chapter_10? https://zeitpunkt.nrw/download/pdf/7544787.pdf https://www.vr-elibrary.de/doi/pdf/10.7788/annalen-1911-jg03?download=true
19. Aug. 2026, 10:00 Uhr

SCHLAGZEILEN AUS DER VERGANGENHEIT

Die 68. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 17. August 1979 unter anderem über die Schülerband „The Rabbits“, das neue Feuerwehrboot Bienchen und das Pfarrfest in Mehr. Die komplette Zeitung steht unter www.rinkieker.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht immer freitags um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Reeser Wochenzeitung.
14. Aug. 2026, 07:00 Uhr

HERZLICHE EINLADUNG ZUM VORTRAG AM 16. SEPTEMBER

Die Reeser kennen den Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark vor allem, weil er ihnen am 14. Juli 1228 die Stadtrechte verlieh. Seit 1225 im Amt, nutzte Heinrich das erste Jahr seiner Macht aber auch, um die Mörder seines Vorgängers Engelbert von Berg jagen zu lassen. Dieser war am 7. November 1225 im heutigen Grevelsberg von einer Gruppe unter der Führung seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg ermordet worden. Dr. Jens Lieven von der Ruhr-Universität Bochum berichtet im Reeser Bürgerhaus über diesen frühmittelalterlichen Krimi und stellt die Lebensgeschichten der beteiligten Persönlichkeiten vor, deren Schicksale auch die Geschichte vieler Städte (Rees, Xanten, Rheinberg, Recklinghausen) beeinflusste. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
14. Aug. 2026, 00:13 Uhr

Fotos von Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.s Beitrag

PETERS POST: HERMANN ALBERS - DER VERGESSENE HELD VON GRIETHERBUSCH RESSA-Mitglied Peter Schütte veröffentlicht an dieser Stelle immer mittwochs die Ergebnisse seiner Forschungen über die Reeser Stadtgeschichte. Diesmal geht es um einen mutigen Arbeiter aus Bienen. Während der Rhein in den letzten Jahren eher durch Niedrigwasser auffiel, liegen die beiden Hochwasserkatastrophen von 1993 und 1995 nun schon über dreißig Jahre zurück. Über Jahrhunderte hatte der Rhein neben seinen Vorteilen als Handelsweg und Fischgrund die Menschen an seinen Ufern aber immer wieder in Angst und Schrecken versetzt. So auch im Januar 1861 in Grietherbusch. Dort sollte sich der Bienener Arbeiter Hermann Albers als außergewöhnlich mutiger Retter hervortun. In der Nacht vom 28. auf den 29. Januar 1861 staute sich das Eis bei Hüthum. Das Wasser stieg innerhalb weniger Stunden auf einen Pegelstand von 27 preußischen Fuß (rund 8,5 Metern). Schließlich setzte sich die Eisdecke des Altrheins mit donnerähnlichem Getöse in Bewegung. Gewaltige Eisschollen rissen Häuser auseinander und verwandelten Grietherbusch in ein Katastrophengebiet. Zunächst gelang es Jacob Maas, mit einem Nachen die Familie Siebers über das Dach ihres zerstörten Hauses zu retten. Kurz darauf brachte er auch den Tagelöhner Richard Stockum aus seinem einsturzgefährdeten Haus in Sicherheit. Wenig später drohte jedoch eine noch größere Tragödie. Das Haus des Tagelöhners Johann Kupper wurde von einer gewaltigen Eisscholle getroffen. Die Außenwand brach ein, das Gebäude wurde weitgehend zerstört. Nur der Schornstein und Teile des Hinterhauses ragten noch aus den Fluten. Auf dem Dachboden harrten Johann Kupper, seine beiden Töchter, ein Schwiegersohn und zwei Enkel aus – sechs Menschen, die von einer rund 100 Ruthen (etwa 380 Metern) breiten Eisbarriere vollständig eingeschlossen waren. Mehrere Rettungsversuche scheiterten. Strömung und treibende Eisschollen warfen die Nachen immer wieder zurück. Viele hielten eine Rettung inzwischen für unmöglich. Da fanden sich fünf Männer, die bereit waren, ihr eigenes Leben zu riskieren: der Weseler Steuermann Franz Voller, die Weseler Schiffer Laurenz Voller und Hermann Quadt, der Büdericher Schiffer Gerhard Boßmann sowie der Bienener Arbeiter Hermann Albers. Ein Nachen wurde zunächst von vier Pferden über den Deich gezogen. Gemeinsam wagten sich die fünf Männer anschließend über die brüchige Eisdecke, um die eingeschlossene Familie Kupper zu retten. Mit zwei mitgebrachten Brettern überwanden sie Schritt für Schritt die gefährliche Eisfläche und erreichten schließlich das zerstörte Haus. Es gelang ihnen, die sechsköpfige Familie Kupper unversehrt zum Nachen und anschließend ans rettende Ufer zu bringen. Als die elf Personen – sechs Gerettete und fünf Retter – den Deich erreichten, brach unter den zahlreichen Zuschauern großer Jubel aus. Der zeitgenössische Bericht hält fest, dass das weithin schallende Hurra sogar in den Nachbarorten Praest und Millingen zu hören gewesen sei. Von dieser tollkühnen Rettungsaktion hörte auch Fürst Alfred zu Salm-Salm auf seinem Schloss in Anholt. Er ließ es sich nicht nehmen “sich diese braven Männer vorstellen zu lassen und (seine) Anerkennung zu erkennen zu geben.“ Auch private Wohltäter zeigten sich beeindruckt. Ein ungenannt bleiben wollender Herr aus Köln übersandte dem Bürgermeister Constantin de Witt in Rees 50 Taler, die als Anerkennung unter den fünf Rettern verteilt werden sollten. Schließlich folgte auch die höchste staatliche Auszeichnung. Durch Allerhöchsten Erlass vom 12. Februar 1861 verlieh König Wilhelm I. den fünf Lebensrettern das Verdienst-Ehrenzeichen für Rettung aus Gefahr, die spätere Rettungsmedaille am Bande. Bemerkenswert ist, dass Hermann Albers als einziger der fünf kein Schiffer, sondern einfacher Arbeiter war. Dass er sich dennoch gemeinsam mit den erfahrenen Bootsleuten auf das lebensgefährliche Eis wagte, unterstreicht seinen außergewöhnlichen Mut. Die Zeitung würdigte die fünf Retter mit den Worten: „Diese edle That findet ihren Lohn in sich selbst und vor Gott, dem Vergelter alles Guten.“ Doch nicht nur die Lebensretter erfuhren Anerkennung. Auch das Schicksal der vielen Hochwasseropfer bewegte die Menschen weit über den Niederrhein hinaus. Königin Augusta stellte 1.000 Taler aus ihrer Privatschatulle zur Verfügung, um die Not in den überschwemmten Gebieten der Kreise Rees und Kleve zu lindern. Allein die besonders schwer betroffenen Gemeinden Grietherbusch und Dornick erhielten 300 Taler – ein eindrucksvolles Zeichen königlicher Anteilnahme. Doch wer verbarg sich hinter dem Namen des Retters Hermann Albers? Die Kirchenbücher und Standesamtsregister erzählen die Geschichte eines einfachen Tagelöhners, dessen Name uns vor allem durch eine außergewöhnliche Rettungstat und die anschließende Verleihung der preußischen Rettungsmedaille überliefert ist. Hermann Albers wurde am 13. Dezember 1834 in Millingen als Sohn des Tagelöhners Wilhelm Albers und seiner Ehefrau Hendrina geb. Drost geboren. Am 12. Juni 1860 heiratete er in Bienen Sophia Jörrissen. Nach deren frühem Tod ging er eine zweite Ehe mit Agnes Bongartz ein. Später zog die Familie nach Essen, wo Albers als Schuhmacher seinen Lebensunterhalt verdiente. Dort starb er am 26. November 1882 im Alter von nur 47 Jahren. Heute erinnert kaum noch etwas an Hermann Albers. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an seinen Mut und seinen selbstlosen Einsatz für die Menschen von Grietherbusch lebendig zu halten. Quellen: https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/4863023?query=%22Bienen%20Rees%22 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/4863081?query=%22Bienen%20Rees%22~20 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/4172642?query=%22Bienen%20Rees%22~30 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/2726968?query=%22Bienen%20Rees%22~30 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3499659?query=%22Hermann%20Albers%20Bienen%22~15 https://zeitpunkt.nrw/download/pdf/3499518.pdf https://zeitpunkt.nrw/ulbd/periodical/zoom/10626368?query=%22Hermann%20Albers%20Bienen%22~15 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/search/14213340?query=%22Hermann%20Albers%20Bienen%22~15 Portrait Wilhelm I https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/FF32IVDIAJBCWV6TS5FEIFJ3LJV6ZYLF Portrait Augusta https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/MOSID3CQW2Y32BVA3747DE7LHPN7RRHZ Rettungsmedaille https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/V2ZVJ7BPDS77VO6646JVLOY453UFSXQ3 Geburt Albers https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/muenster/millingen-st-quirinus/KB003/?pg=116 Heirat https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/muenster/bienen-st-cosmas-und-damian/KB004/?pg=14 Sterbebuch Essen 1763 / 1882
12. Aug. 2026, 08:30 Uhr

RESSA-AUSFLUG NACH GRIETH

Das linksrheinische Hansedorf Grieth war das Ziel des jüngsten Ausflugs von 36 Mitgliedern und Gästen des Reeser Geschichtsvereins RESSA. In der Rolle des historischen Ausschellers informierte Niederrhein Guide Wilhelm Miesen über die Geschichte des Fischerortes, der 1254 die Stadtrechte und 1472 die Zoll- und Stapelrechte erhielt. Seit 1969 ist die ehemalige Hansestadt Grieth ein Ortsteil von Kalkar. Nach der informativen Führung versorgte das Team des Hanselädchens die Reeser Besucher auf dem Markt mit Kaffee und Kuchen. Das nächste Ausflugsziel des Reeser Geschichtsvereins RESSA wird im September 2026 das Fort Pannerden in den Niederlanden sein. Die Tour ist bereits ausgebucht. Fotos (c) RESSA / Michael Scholten
9. Aug. 2026, 22:05 Uhr

HALDERN EINST UND JETZT NUMMER 137

Unsere Freunde vom Heimatverein Haldern haben jetzt die neue Ausgabe ihrer halbjährlich erscheinenden Publikation "Haldern einst und jetzt" veröffentlicht. Allen Mitgliedern wurde das höchst informative Heft bereits zugestellt, alle anderen können es auch im Halderner Lädchen zum Preis von sechs Euro kaufen. Die Inhalte stehen in der Pressemeldung, die unter anderem in der Rheinischen Post veröffentlicht wurde.
7. Aug. 2026, 22:42 Uhr
16
SEP

Vortrag: Die Kölner Erzbischöfe Engelbert und Heinrich

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Die Reeser kennen den Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark vor allem, weil er ihnen am 14. Juli 1228 die Stadtrechte verlieh. Seit 1225 im Amt, nutzte Heinrich das erste Jahr seiner Macht aber auch, um die Mörder seines Vorgängers Engelbert von Berg jagen zu lassen. Dieser war am 7. November 1225 im heutigen Grevelsberg von einer Gruppe unter der Führung seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg ermordet worden. 

Dr. Jens Lieven von der Ruhr-Universität Bochum berichtet im Bürgerhaus über diesen frühmittelalterlichen Krimi und stellt die Lebensgeschichten der beteiligten Persönlichkeiten vor, deren persönliches Schicksal auch die Geschichte vieler Städte (Rees, Xanten, Rheinberg, Recklinghausen) beeinflusste. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

19
SEP

Führung durch das Fort Pannerden in den Niederlanden

Treffpunkt: REWE-Parkplatz, Westring, 46459 Rees, ab 11:00 Uhr

Es sind mittlerweile sämtliche Plätze vergeben. Wir versuchen noch einen dritten deutschsprachigen Führer im Fort Pannerden zu organisieren. Bitte melden Sie sich unter exkursion@ressa.de damit wir Sie ggf. auf die Warteliste setzen können.

Das Fort Pannerden, nur einen Steinwurf von Emmerich und Elten entfernt, gehört zu den größten seiner Art in den Niederlanden. Von 1869 bis 1872 wurde es am Zusammenfluss von Rhein und Waal erbaut und diente als Sperrwerk gegen einfallende Truppen. 

Im 20. Jahrhundert verfiel die Anlage und wurde sogar als Mülldeponie genutzt. Inzwischen kümmert sich die Stichting Fort Pannerden um die beeindruckende Festung und bietet geführte Touren an. 

Dieser Ausflug startet bereits um 11 Uhr vormittags. Auf dem Rewe-Parkplatz am Reeser Westring werden Fahrgemeinschaften gebildet. Diese Exkursion ist nur für RESSA-Mitglieder und deren Angehörige bestimmt. Der Preis beträgt 15 Euro pro Person (Kinder: 10 Euro), eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. 

Im Anschluss an die Führung ist ein gemeinsames Kaffeetrinken (optional) im Fort-Café geplant.

14
OKT

Vortrag: Die JASBA und weitere Reeser Betriebe

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Mit großen Hoffnungen für den Reeser Arbeitsmarkt wurde 1956 die Porzellanfabrik Niederrhein an der Ecke B 8 / Rauhe Straße eröffnet. Doch schon nach einem Jahr blieben die Brennöfen vorerst wieder kalt. Die Stadt hoffte auf einen neuen Investor und fand diesen in der Westerwälder Familie Schwaderlapp. So nahm die JASBA (ein Kunstwort aus dem Namen Jakob Schwaderlapp und dem ersten Firmensitz in Baumbach) 1957 ihren Betrieb auf. Zunächst wurde Porzellan gefertigt, ab 1959 begann der wirtschaftliche Aufschwung durch die Produktion von Spaltplatten. 

RESSA-Vize Michael Scholten zeichnet mit vielen Fotos die Geschichte der JASBA nach, im zweiten Teil des Vortrags folgen Infos zu weiteren Reeser Firmen. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

18
NOV

FÄLLT AUS: Filmabend mit Clemens Reinders: „Niederrheiner erzählen“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Aus gesundheitlichen Gründen muss die Veranstaltung leider verschoben werden.


Clemens Reinders ist Buchautor, Filmemacher, Pädagoge und Halderner durch und durch. Schon als Student an der Kunstakademie Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität dokumentierte der 1962 geborene Lindendörfler mit Fotos, Filmen und Texten die Geschichte(n) seiner Heimatregion Niederrhein. Unvergessen sind seine WDR-Dokumentarfilme „Aspel: Ende einer Schulzeit“ und „Haldern: Wo die Linden rauschen.“

Für den Reeser Geschichtsverein RESSA stellt der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Haldern nun eine Auswahl seiner besten lokalhistorischen Reportagen, Augenzeugenberichte und Buchbeiträge zusammen, um das Lebensgefühl der Niederrheiner im Wandel der Jahrzehnte zu beleuchten. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

12
DEZ

Jahreshauptversammlung und RESSA-Adventsfeier

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 15:00 Uhr

RESSA lässt das Jahr 2026 mit einer Adventsfeier im Bürgerhaus ausklingen. Vorgeschaltet ist die Jahreshauptversammlung, in der die Mitglieder über die Erfolge und Herausforderungen des Vereinsjahres und über die Pläne für 2027 informiert werden. 

Eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. Für das Kaffee- und Kuchenbuffet wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Sämtliche Termine finden Sie in der Rubrik VERANSTALTUNGEN.

Anmeldungen zu RESSA-Veranstaltungen unter Info / Anmeldung!

JUBILÄUM GYMNASIUM ASPEL

Das Gymnasium Aspel der Stadt Rees feiert Jubiläum. Die Festschrift zum Jubiläum legte Schulleiter Klaus Hegel in die Hände des Reeser Geschichtsvereins RESSA 1987 e.V. Es zeigt einen Streifzug durch 175 Jahre Schulgeschichte an zwei Standorten.

Das Buch ist in der Touristeninformation am Markt sowie in unserem Online-Shop erhältlich.

Bestellung unter www.ressa.de/shop. 

Auf dieser Seite möchten wir unsere Mitglieder und geschichtsinteressierte Gäste über aktuelle und künftige Aktivitäten des Vereins informieren und zugleich auf die Vorträge, Exkursionen und Feste der letzten drei Jahrzehnte zurückblicken.

Viel Vergnügen beim Stöbern und Staunen wünscht

der RESSA-Vorstand

Sämtliche Nachrichten finden Sie in der Rubrik AKTUELL.

Die nächsten Termine​​

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Empeler Straße 122
46459 Rees 

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