Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.
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Willkommen in der Reeser Geschichte!

Der Reeser Geschichtsverein RESSA erforscht seit 1987 die Geschichte der Stadt Rees und ihrer Ortsteile, aber auch die Bedeutung der ältesten Stadt am unteren Niederrhein im Laufe der Jahrhunderte.

Besuchen Sie auch unsere Website zum Rinkieker:   

Rinkieker.de

Die aktuellesten Nachrichten

VERSUCHTE BERGUNG EINES PANZERSTÜCKS AM RHEIN

Der Reeser Geschichtsverein RESSA hat es am Samstag erstmals auf die Internetseite der "Tagesschau" geschafft: https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-initiative-in-rees-vier-maenner-wollen-einen-panzer-aus-dem-rhein-holen-100.html Zwar steht dort "Historische Vereinigung Rees", was nicht korrekt ist, aber die prominente Plattform zeigt das überregionale Interesse an der versuchten Bergung eines Sherman-DD-Panzers aus dem Zweiten Weltkrieg auf Höhe Reeserward. Der Finder Guido Krebber sowie weitere Historiker aus dem Kreis Wesel, darunter RESSA-Mitglied Alexander Berkel (Autor des Buches "Krieg vor der eigenen Haustür") und Olaf Prinz (Liberation Tower in Hamminkeln) haben vor wenigen Wochen den Reeser Geschichtsverein und insbesondere den 2. Vorsitzenden Michael Scholten in das Projekt eingebunden, weil der Verein schon 2022 an der Bergung eines Bailey-Brückenstücks am Reeser Rheinufer sowie an dessen Aufstellung als Denkmal an der Reeser Rheinpromenade beteiligt war. So nahmen jetzt auch Thijs van Dooren aus Gendringen (Finder des Bailey-Brückenstücks) und Baggerfahrer Klaus Novak aus Reeserward an der Aktion teil. Wichtig: Der Bergungsversuch war mit den Behörden sowie mit dem Kampfmittelräumdienst abgesprochen und genehmigt worden. Bei dem Fundstück handelt es sich um ein circa 2,40 mal 3 Meter großes Stück eines explodierten britischen Schwimmpanzers. In der Nacht vom 23. auf den 24. März 1945 wurden Sherman DD Tanks für die Rheinüberquerung der Alliierten eingesetzt. "DD" steht für "Duplex Drive" und weist darauf hin, dass die Panzer an Land mit Ketten fahren konnten, im Wasser aber durch zwei Schrauben angetrieben wurden. Sherman DD Tanks waren reguläre Panzer, um die eine bootähnliche Hülle aus wasserabweisender Leinwand (mit einem Konstrukt aus aufblasbaren Schläuchen) hochgezogen wurde. So konnten die Panzer aus eigener Kraft eine gewisse Strecke im Wasser zurücklegen und waren, sobald sie am Ufer ankamen, einsatzbereite Panzer. Beim D-Day in der Normandie 1944 sanken viele Sherman DD Tanks bereits auf dem Weg zum Festland, weil die Wellen viel zu hoch für die Konstruktion waren. Für die Rheinüberquerung der Alliierten im März 1945 waren diese Schwimmpanzer besser geeignet. Einige wurden aber schon am linken Rheinufer zerstört, als die Deutsche Wehrmacht den Rheinübergang mit Dauerfeuer zu verhindern versuchte. Nachweislich sieben Sherman DD Panzer wurden während ihrer Überfahrt getroffen und versenkt. Einer schaffte es fast bis ans Ufer in Reeserward, wurde aber getroffen, wodurch in einer Kettenreaktion die Munition an Bord des Panzers explodierte. Ein großes Trümmerstück sowie viele kleine Überreste dieses Sherman DD Tanks wurden im August 2026 bei Niedrigwasser durch Guido Krebber entdeckt und den Behörden gemeldet. Der steigende Rheinpegel ließ das Trümmerstück zunächst wieder im Wasser verschwinden. Erst der erneute Rückgang des Wassers und die behördliche Freigabe des Bergungsversuches am Mittwoch (30. September) ermöglichten die Aktion am Samstag, 3. Oktober. Leider erwies sich der eingesetzte Kleinbagger (mit dem 2022 das Bailey-Brückenstück erfolgreich geborgen werden konnte) diesmal als zu schwach. Nach circa dreieinhalb Stunden musste der Bergungsversuch eingestellt werden. Grund dafür ist nicht das Eigengewicht des Panzerstückes, sondern dessen Verankerung im Schlammboden des Rheins. Zwar wackelte das Trümmerteil immer mal wieder hin und her, rauf und runter, aber der Bagger vermochte es nicht, das militärhistorisch interessante Stück aus dem Rhein zu holen. Zu groß war die "Anziehungskraft" des Bodens. Die Berichterstattung im WDR (in den Radionachrichten, in der Aktuellen Stunde und auf tagesschau.de) und die nachfolgenden Berichte in den lokalen Zeitungen, aber auch auf dieser Seite des Reeser Geschichtsvereins, sorgen für eine Öffentlichkeit, die vielleicht bei der Bergung des Panzerstückes helfen kann, bevor der nun wieder steigende Rheinpegel die Aktion unmöglich macht bzw. um Jahre verzögert. Wünschenswert wäre eine regionale Baufirma, die günstig oder kostenfrei einen großen Bagger oder einen Kran zur Verfügung stellt, möglichst mit Kettenantrieb oder sehr großen Rädern. ABER: Die Erfahrungen mit der Bergung des Bailey-Brückenstückes zeigen, dass ein langer Atem manchmal nötig ist und dennoch zum Ziel führt. 2018 gefunden, scheiterte der erste Bergungsversuch des Bailey-Brückenstücks. Erst 2022. als das Rheinwasser so niedrig war, dass Klaus Novaks Bagger anrücken konnte, verlief die Aktion erfolgreich. Drei Jahre später, zum 80. Jahrestag des alliierten Rheinübergangs bei Rees, wurde das Bailey-Brückendenkmal eingeweiht und ist inzwischen offizieller Bestandteil der grenzüberschreitenden Liberation Route. Der Reeser Geschichtsverein RESSA wird an dieser Stelle und in den Medien weiter über die Aktion rund um den Sherman DD Tank berichten. Langfristiges Ziel ist nicht nur die Bergung, sondern auch eine Nutzung des Fundes als Denkmal und somit als Würdigung der "Operation Plunder", die 1945 entscheidenden Anteil daran hatte, dass das Deutsche Reich am 8. Mai 1945 kapitulieren musste. Für historische Details empfiehlt RESSA die erstklassige Internetseite www.krieg-am-niederrhein.de , die u.a. von Alexander Berkel betrieben wird. Dort steht auch alles über den Einsatz der Sherman DD Tanks beim Rheinübergang auf Reeser Gebiet. Fotos (c) RESSA / Michael Scholten
4. Okt. 2026, 12:13 Uhr

NACHRICHTEN AUS DEM JAHR 1979

Die 75. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 5. Oktober 1979 über die Reeser Kommunalwahl, den Männerchor Haldern und das Sportfest der Realschule. Die komplette Zeitung steht unter www.rinkieker.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht immer freitags um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Reeser Wochenzeitung Rinkieker.
2. Okt. 2026, 07:00 Uhr

PETERS POST: EIN TORBOGEN, DER GEBLIEBEN IST

Unser RESSA-Mitglied Peter Schütte veröffentlicht an dieser Stelle die Ergebnisse seiner Forschungen über die Reeser Stadtgeschichte. Diesmal geht es um ein architektonisches Detail in der Dellstraße. Man geht heute leicht an ihm vorbei: dem Torbogen an der Dellstraße zwischen den Hausnummern 7 und 9. Zwischen einem Friseurgeschäft und einer Apotheke gelegen, gehört er zu den wenigen sichtbaren Spuren des alten Straßenbildes. Auffällig sind die Steinblöcke links und rechts. Es sind alte Radabweiser: Sie sollten die empfindlichen Ecken des Torbogens schützen, wenn früher Fuhrwerke oder Karren eng hindurchfuhren. Die großen Steinblöcke lenkten Räder bzw. Wagenachsen etwas von den Pfeilern weg. Bei genauem Hinschauen erkennt man diesen Torbogen noch auf dem Bild, das Joseph Knippenberg in den 1920er Jahren aufgenommen hat. Es war Grundlage des Plakates, das für die Ausstellung seiner Bilder im Koenraad Bosman Museum von November 2025 bis März 2026 warb. Beim Luftangriff auf Rees am 16. Februar 1945 wurde auch die Dellstraße stark zerstört. Der Torbogen allerdings blieb erhalten. Das rechts daneben gelegene Geschäft Döring – heute befindet sich dort eine Apotheke – war eine Ruine, konnte aber wiederaufgebaut werden. Die planmäßige Enttrümmerung von Rees begann erst am 15. April 1946. Auch entstanden erste Neubauten. Diese wurden allerdings z. T. kritisch gesehen. Am 14. Oktober 1948 besichtigten Vertreter der Landes- und Bezirksregierung die Stadt Rees. Walter Bader (1901–1996), seit 1947 Honorarprofessor an der Universität Bonn und beim neu geschaffenen Land NRW Referent für die Denkmalpflege, äußerte sich drei Tage später kritisch: „Hinsichtlich der Stadtplanung im gesamten bestehen erhebliche Bedenken. An sehr wichtigen Stellen sind teilweise hässliche Neubauten entstanden, und ich befürchte, dass der Wiederaufbau der sehr stark zerstörten Stadt nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wird.“ Am 2. Februar 1949 wiederholte er seine Kritik und bat darum, Baudirektor Kühn möge „gelegentlich einmal in Rees“ nachsehen. Andere Stimmen hoben später allerdings positiv hervor, dass der historische Stadtgrundriss weitgehend beibehalten wurde und „unter Bezugnahme auf das historische Erscheinungsbild meist zwei- bis dreigeschossige, vertikal gegliederte Backsteinbauten von beschränkter Frontbreite“ errichtet wurden. Das heutige Rees ist weitgehend ein Produkt des Wiederaufbaus der fünfziger und sechziger Jahre. Bei genauem Hinsehen wird man aber auch immer wieder auf Überbleibsel des alten Rees stoßen. So zum Beispiel auf den Torbogen in der Dellstraße. Quellen: Kriegsschicksale deutscher Architektur. Verluste Schäden Wiederaufbau. Band 1: Nord, Wiesbaden o.J., S. 698-701. Rees. Historie und Gegenwart, Stadt Rees 1978, S. 67. Stellungnahme Walter Bader https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Rheinland%2FNW_0060%2F~005%2F00598%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=86&cHash=53db26b33c95cbd87800cd05040d9c80
30. Sept. 2026, 09:00 Uhr

BESUCH IM LIBERATION TOWER IN HAMMMINKELN

Auch eine RESSA-Abordnung fuhr am Wochenende nach Hamminkeln, um sich am "Museumstag Lippe - Issel - Niederrhein" von Olaf Prinz und Alexander Berkel durch den Liberation Tower in Hamminkeln führen zu lassen. Der Liberation Tower ist ein kleines privates Museum, das an eines der größten Luftlande-Unternehmen des Zweiten Weltkriegs erinnert. Am 24. März 1945 landeten im Rahmen der Operation Varsity hunderte alliierte Lastensegler rund um den markanten Turm. In der Umgebung lieferten sich US-Luftlandetruppen und deutsche Verteidiger heftige Gefechte. Heute erinnert der Turm am Thülenweg mit einer Ausstellung an die dramatischen Ereignisse jener Tage. Besucher erleben Geschichte am authentischen Ort – eindrucksvoll und greifbar. Mehr Infos unter: www.liberation-tower.de www.krieg-am-niederrhein.de
29. Sept. 2026, 13:22 Uhr

SCHLAGZEILEN VOM SEPTEMBER 1979

Die 74. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 28. September 1979 unter anderem über die Reeser Kirmes, den Abschied von Pfarrer Ruiter und die Kandidaten für den Reeser Stadtrat. Die komplette Zeitung steht unter www.rinkieker.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht immer freitags um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Reeser Wochenzeitung Rinkieker.
25. Sept. 2026, 07:04 Uhr

RESSA-AUSFLUG ZUM FORT PANNERDEN

Die jüngste Exkursion des Reeser Geschichtsvereins führte zum Fort Pannerden in den Niederlanden. Es wurde von 1869 bis 1872 als eine der größten Festungsanlagen gebaut und sollte als Sperrwerk gegen einfallende Truppen dienen, die über Rhein und Waal vorstoßen wollten. In der Zeit von 1885 bis 1890 wurde das Fort modernisiert und deutlich verstärkt, um den immer effektiver werdenden Waffen der Feinde standhalten zu können. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem das Fort Pannerden keine nennenswerte Rolle spielte, verkam die Anlage zum Steinbruch für den Wiederaufbau und zur Mülldeponie. Im Sommer 2000 besetzten Aktivisten das Fort für mehrere Jahre. Nach einer Räumung und Wiederbesetzung kam es im Dezember 2006 zu einer Übereinkunft zwischen den Besetzern, der Stichting Fort Pannerden und der Gemeinde Lingewaard. Seither führen Ehrenamtliche eine stetig wachsende Schar von Besuchern durch das Denkmal. Auch bei RESSA war das Interesse groß: 40 Mitglieder hatten sich angemeldet und wurden in drei Gruppen durch die Gänge und Ausstellungsräume geleitet. Dabei erhielten die Reeser Gäste tiefe Einblicke in das Leben der Soldaten, die einst im Fort Pannerden stationiert waren, und in die Kriegstechnik des späten 19. Jahrhunderts. Fotos © RESSA / Agnes Jay, Peter Bongers, Michael Scholten
23. Sept. 2026, 20:17 Uhr
14
OKT

Vortrag: Die JASBA und weitere Reeser Betriebe

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Mit großen Hoffnungen für den Reeser Arbeitsmarkt wurde 1956 die Porzellanfabrik Niederrhein an der Ecke B 8 / Rauhe Straße eröffnet. Doch schon nach einem Jahr blieben die Brennöfen vorerst wieder kalt. Die Stadt hoffte auf einen neuen Investor und fand diesen in der Westerwälder Familie Schwaderlapp. So nahm die JASBA (ein Kunstwort aus dem Namen Jakob Schwaderlapp und dem ersten Firmensitz in Baumbach) 1957 ihren Betrieb auf. Zunächst wurde Porzellan gefertigt, ab 1959 begann der wirtschaftliche Aufschwung durch die Produktion von Spaltplatten. 

RESSA-Vize Michael Scholten zeichnet mit vielen Fotos die Geschichte der JASBA nach, im zweiten Teil des Vortrags folgen Infos zu weiteren Reeser Firmen. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

18
NOV

FÄLLT AUS: Filmabend mit Clemens Reinders: „Niederrheiner erzählen“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Aus gesundheitlichen Gründen muss die Veranstaltung leider verschoben werden.


Clemens Reinders ist Buchautor, Filmemacher, Pädagoge und Halderner durch und durch. Schon als Student an der Kunstakademie Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität dokumentierte der 1962 geborene Lindendörfler mit Fotos, Filmen und Texten die Geschichte(n) seiner Heimatregion Niederrhein. Unvergessen sind seine WDR-Dokumentarfilme „Aspel: Ende einer Schulzeit“ und „Haldern: Wo die Linden rauschen.“

Für den Reeser Geschichtsverein RESSA stellt der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Haldern nun eine Auswahl seiner besten lokalhistorischen Reportagen, Augenzeugenberichte und Buchbeiträge zusammen, um das Lebensgefühl der Niederrheiner im Wandel der Jahrzehnte zu beleuchten. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

12
DEZ

Jahreshauptversammlung und RESSA-Adventsfeier

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 15:00 Uhr

RESSA lässt das Jahr 2026 mit einer Adventsfeier im Bürgerhaus ausklingen. Vorgeschaltet ist die Jahreshauptversammlung, in der die Mitglieder über die Erfolge und Herausforderungen des Vereinsjahres und über die Pläne für 2027 informiert werden. 

Eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. Für das Kaffee- und Kuchenbuffet wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Sämtliche Termine finden Sie in der Rubrik VERANSTALTUNGEN.

Anmeldungen zu RESSA-Veranstaltungen unter Info / Anmeldung!

Auf dieser Seite möchten wir unsere Mitglieder und geschichtsinteressierte Gäste über aktuelle und künftige Aktivitäten des Vereins informieren und zugleich auf die Vorträge, Exkursionen und Feste der letzten drei Jahrzehnte zurückblicken.

Viel Vergnügen beim Stöbern und Staunen wünscht

der RESSA-Vorstand

Sämtliche Nachrichten finden Sie in der Rubrik AKTUELL.

Die nächsten Termine​​

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