Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.
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Willkommen in der Reeser Geschichte!

Der Reeser Geschichtsverein RESSA erforscht seit 1987 die Geschichte der Stadt Rees und ihrer Ortsteile, aber auch die Bedeutung der ältesten Stadt am unteren Niederrhein im Laufe der Jahrhunderte.

Besuchen Sie auch unsere Website zum Rinkieker:   

Rinkieker.de

Die aktuellesten Nachrichten

PETERS POST: DAS RHEINTOR ERZÄHLT (TEIL II)

Unser RESSA-Mitglied Peter Schütte veröffentlicht an dieser Stelle regelmäßig die Ergebnisse seiner stadthistorischen Forschungen. Diesmal setzt er seinen Bericht über das Rheintor fort. Ich stand mehr als 600 Jahre am westlichen Eingang der Stadt Rees. Wer von der Rheinseite kam, musste an mir vorbei. Vieles habe ich gesehen – Schönes und Schreckliches. Doch meine Geschichte begann nicht mit mir. Lange bevor meine Mauern errichtet wurden, lebten hier bereits Menschen. Die Erde zu meinen Füßen bewahrte Erinnerungen an eine weit ältere Vergangenheit. Im Jahre 1894 wurde in meiner Nähe ein alter germanischer Krug entdeckt, der auf eine Zeit lange vor der Entstehung der Stadt Rees zurückgeht. Gegen solche Zeiträume erscheinen selbst meine mehr als sechs Jahrhunderte beinahe bescheiden. Die Ereignisse, die mein eigenes Schicksal am stärksten prägten, spielten sich im Jahre 1599 ab. Während der Kämpfe um Rees wurde ich schwer beschädigt und beinahe zerstört. Als die Stadtväter mich im folgenden Jahr wieder errichten ließen, mauerte man Kanonenkugeln sichtbar in meine Fassade ein. Sie sollten für alle Zeiten an die Beschießung erinnern. Jahrhunderte später fand man in der Dellstraße eine weitere eiserne Kugel, die den eingemauerten Geschossen zum Verwechseln ähnlich war. Und noch heute steht am Rondell „Am Bär“ der Mörser, den die spanischen Besatzer damals den deutschen Belagerern abgenommen hatten. So blieben die Erinnerungen an jene unruhigen Tage lebendig. Die Jahrhunderte vergingen. Durch meinen Torbogen zogen Kaufleute, Handwerker, Schiffer und Bauern. Die Menschen aus Reeserward passierten mich auf ihrem Weg in die Stadt. Manche kamen zur Arbeit, andere zum Markt. Und wenn einer von ihnen gestorben war, begann vor mir oft der letzte Gang. Die Trauerzüge sammelten sich an meinem Tor, bevor sie ihren Weg zum Friedhof antraten. Ich sah Soldaten kommen und gehen. Im Jahre 1672 marschierten die Truppen des französischen Feldherrn Turenne durch mich hindurch. Viele Jahrzehnte später folgten ihnen erneut französische Soldaten, als Napoleon über das Rheinland herrschte. Doch nicht nur Kriege prägten mein Dasein. Direkt an der Landungsstelle lag später das Gasthaus „Zum Rheintor“, das meinen Namen trug. Sein Besitzer Hubert Casper bewirtete dort Reisende, Schiffer, Vereine und Gesellschaften. Auf der Rheinterrasse wurde gegessen, getrunken, diskutiert und gefeiert, während draußen das Leben seinen gewohnten Gang nahm. Zu meinen Nachbarn gehörte die Papierfabrik van Randenborgh, ab 1906 die Käserei Raadts. Der Duft von Milch und Käse zog oft über den Platz vor meinem Tor. Als die Stadt Rees 1928 ihr 700-jähriges Jubiläum feierte, erinnerte man sich auch an mich. Ein eigener Festwagen zeigte meine Zerstörung während der Belagerung von 1599. Noch mehr als drei Jahrhunderte später war dieses Ereignis den Reesern so wichtig, dass sie es in den Festzug aufnahmen. Es erfüllte mich mit Stolz, dass meine Geschichte nicht vergessen war. Nicht weit von mir stand eine mächtige Pappel, die um das Jahr 1800 gepflanzt worden sein soll. Die Reeser liebten diesen Baum. Heimatdichter besangen ihn, und viele betrachteten ihn ebenso wie mich als Wahrzeichen ihrer Stadt. Als die alte Pappel im Januar 1931 während eines Sturmes unter großem Getöse zusammenbrach, trauerten zahlreiche Bürger um sie. Ich blieb noch vierzehn Jahre stehen. Nicht immer brachte die Geschichte glückliche Zeiten. In den dreißiger Jahren marschierten auch die Kolonnen der Nationalsozialisten durch meinen Torbogen. Fahnen wurden getragen, Parolen gerufen und Aufmärsche abgehalten. Wie viele andere alte Bauwerke musste auch ich erleben, wie politische Systeme kamen und gingen. Mein Ende kam im Frühjahr 1945. Granaten und Bomben trafen die Stadt. Schwer beschädigt blieb ich als Ruine zurück. Doch selbst dann war ich noch nicht ganz verschwunden. Ein bedeutender Teil meiner Mauern stand weiterhin. Erst später wurden die letzten Reste abgetragen. Mit mir verschwand das letzte mittelalterliche Stadttor von Rees. Das Delltor und das Falltor waren bereits 1835 abgebrochen worden. Das Krantor fiel ebenfalls den Zerstörungen des Krieges zum Opfer. Von den einstigen Toren der Stadt blieb nichts mehr übrig. Und doch frage ich mich manchmal, ob meine Geschichte wirklich zu Ende ist. Jahrzehnte nach meiner Zerstörung dachte man erneut über mich nach. Der Reeser Architekt Michael Hoffmann schlug vor, mich an historischer Stelle wieder sichtbar werden zu lassen. Nicht als exakte Kopie meines einstigen Erscheinungsbildes, sondern als modernes Zeichen der Erinnerung. Die Idee wurde diskutiert, Kosten wurden ermittelt, doch verwirklicht wurde sie bislang nicht. Vielleicht wird mir eines Tages dieselbe Ehre zuteil wie meinem alten Gefährten, dem Falltor, an das heute wieder eine Installation erinnert. Vielleicht werde auch ich eines Tages auf irgendeine Weise zurückkehren. Ich habe schon Gerüchte gehört, der Verkehrs- und Verschönerungsverein entwickele gerade eine Idee. Bis dahin lebe ich weiter in alten Fotografien, auf Postkarten, in Archiven – und in den Erinnerungen der Menschen von Rees. Quellen: Funde des Kruges und der Kanonenkugel: Pfarrer Jacob Sluyter, Stadtarchiv Rees Pappel: https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/11410894?query=%22Rheintor%20Rees%22~10 Wagen 700 Jahre: https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/7480534?query=%22Rheintor%20Rees%22~10 Anzeige Louis Baumann: https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/25305056?query=%22Louis%20Baumann%22 Stadtplan: https://www.landesarchiv-nrw.de/data02/Abt_Rheinland/RW_Karten/~003/00312/R_RW_Karten-00312_UeFmt_vlnr_01_r.jpg Anzeige Rheintor: https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/23577534?query=%22Rheintor%20Rees%22~10 Wiederaufbaupläne: Zeitungsartikel, Stadtarchiv Rees Bild aus dem 19. Jahrhundert, Bild Mörser Reeser Geschichtsfreund 5/2012 Nazibesuch in Rees: https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/17240008?query=%22Hitler%20Rees%22~25 Ansichtskarte StA Rees, A32a-6, Ansichtskarte 1950er Jahre, Buchhandlung und Fotohaus Bonert, Rees
22. Juli 2026, 09:00 Uhr

RESSA-FÜHRUNG ÜBER DEN KOMMUNALEN FRIEDHOF

Die jüngste Exkursion des Reeser Geschichtsvereins führte zum kommunalen Friedhof. Die Vorstandsmitglieder Agnes Jay und Michael Scholten informierten die 35 Teilnehmer über die 203-jährige Geschichte des Friedhofs und erzählten vom Leben und Sterben ausgewählter Persönlichkeiten. An diesen Gräbern zündete der 13-jährige Léon Scholten jeweils eine Kerze an. Ein ausführlicher Pressebericht ist am heutigen Dienstag in der Rheinischen Post erschienen. Dieser ist auch online auf der Seite der Niederrhein Nachrichten erschienen: https://www.niederrhein-nachrichten.de/nachrichten/200-jahre-reeser-friedhof-einblicke-in-geschichte-und-bestattungskultur-20797.html Fotos (c) Peter Bongers, Dirk Kleinwegen, Michael Scholten
21. Juli 2026, 19:42 Uhr

DER PROJEKTTAGE-1989-FILM VOM GYMNASIUM ASPEL

Zum 175-jährigen Jubiläum des Gymnasiums Aspel der Stadt Rees gratuliert der Reeser Geschichtsverein RESSA mit der exklusiven Bereitstellung des Videos PROJEKTTAGE 1989: https://www.youtube.com/watch?v=nB0NadM84DI Damals leiteten die Oberstufenschüler Michael Scholten (heute 2. Vorsitzender von RESSA) und Erik Pareigis die Video-AG und schickten ihre filmisch interessierten Mitstreiter mit der Kamera in die vielen anderen Kurse und Arbeitsgruppen. Hinterher schnitten und kommentierten sie das Material auf eine frech-flotte Weise, wie es ihnen damals die WDR-Sendung ZAK mit Friedrich Küppersbusch vorgelebt hatte. Beim Tag der offenen Tür im Jahr 1989 kam der Film bei Schülern, Eltern und (den meisten) Lehrern sehr gut an. 37 Jahre später wird das 25-minütige Video jetzt erstmals online veröffentlicht. Übrigens: Die 92 Seiten dicke und sehr lesenswerte Festschrift zum Schuljubiläum, ebenfalls erstellt durch den Reeser Geschichtsverein, ist weiterhin zum Preis von 10 Euro unter www.ressa.de/shop sowie in der Reeser Touristeninformation und in der Delltor-Apotheke erhältlich.
20. Juli 2026, 09:59 Uhr

SCHLAGZEILEN AUS DEM JAHR 1979

Die 64. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 20. Juli 1979 unter anderem über das Turnier des Reitvereins Haldern, das Schützenfest in Mehr und Helmut Schomakers Besuch an der Nordsee. Die komplette Ausgabe steht unter www.rinkieker.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht immer freitags um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Reeser Wochenzeitung.
17. Juli 2026, 07:00 Uhr

PETERS POST: DAS RHEINTOR ERZÄHLT (TEIL I)

Unser RESSA-Mitglied Peter Schütte veröffentlicht an dieser Stelle regelmäßig die Ergebnisse seiner stadthistorischen Forschungen. Diesmal geht es um das Rheintor, das bis zur Zerstörung im Kriegsjahr 1945 ein wichtiges Kapitel der Stadtgeschichte erzählte. Von 1600 bis 1945 wurden die von Westen her kommenden Besucher von Rees mit den am Rheintor angebrachten Worten begrüßt: OCCUPAT HISPANUS RESSAM DUM LONGIUS AEQUO GERMANUS MILES ME QUATIT HISCE GLOBIS FORMA QUA PLACUI CUNCTIS AESTATE SEQUENTI HAC ME REESENSES CONSTITUERE PATRES was frei übersetzt etwa so viel heißt wie: „Als die Spanier Rees länger besetzt hielten, als es recht war, beschoss mich der deutsche Soldat mit seinen Kugeln. In der Form, die allen gefiel, ließen mich die Reeser Stadtväter im darauffolgenden Sommer wieder errichten.“ Gleich darunter folgte noch eine niederdeutsche Inschrift: „Deß Reichs deportierte Herrn mit Iren Soldaten�Hebben mich Anno 1599 nidder geschoten Ao 1600�alhie, ein Magistrat mih Wedderom upgebauwet in�deßen Staet.“ Auf Hochdeutsch würde man heute sagen: „Die vom Reich entsandten Herren ließen mich mit ihren Soldaten im Jahr 1599 zerstören. Im Jahr 1600 ließ mich der Reeser Magistrat an dieser Stelle wieder errichten.“ Hier stellte sich das Rheintor – eines der Stadttore von Rees – seinen Besuchern in der Ich-Form vor. Das Bauwerk wurde also personifiziert und selbst zum Erzähler seiner Geschichte. Doch auf welche geschichtlichen Ereignisse wollte das Rheintor seine Besucher aufmerksam machen? Rees wurde 1598/99 Schauplatz im sogenannten Achtzigjährigen Krieg, in dem die nördlichen Provinzen der Niederlande die spanische Herrschaft abschütteln wollten. Im Herbst 1598 zog das spanische Heer unter dem Kommando von Francisco de Mendoza durch das Niederrheingebiet. Nach der Einnahme von Orsoy, Rheinberg und mehreren umliegenden Städten wurden zahlreiche Orte geplündert. Am 30. Oktober 1598 besetzten die Spanier Rees, wenige Tage später folgte Emmerich. Nach dem Abzug der Spanier aus weiten Teilen des Niederrheingebiets befanden sich 1599 nur noch wenige Städte in ihrer Hand, darunter Rees. Nachdem Emmerich und Gennep eingenommen worden waren, blieb Rees neben Rheinberg einer der letzten spanischen Stützpunkte am Niederrhein. Im September 1599 versuchte eine rund 20.000 Mann starke Reichsarmee unter Graf Simon VI. zur Lippe, die Stadt zurückzuerobern. Die Verteidigung leitete der spanische Kommandant Ramirez de Gusmán. Als spanische Verstärkung heimlich von Reeserschanz her über den Rhein in die Stadt gelangt war, unternahmen die spanischen Verteidiger mehrere Ausfälle gegen die zahlenmäßig weit überlegenen deutschen Belagerer. Dabei wurden zahlreiche Gegner getötet oder verwundet. Besonders bemerkenswert: Die Spanier machten mehrere Geschütze unbrauchbar und schleppten sogar eine Kanone nach Rees. Der Chronist berichtet dazu: „...überdies mehrere Kanonen vernagelte und eine in die Stadt zog (vor einigen Jahren lag sie noch auf dem Markt)...“ Am Ende scheiterte die Belagerung an Streitigkeiten unter den deutschen Befehlshabern und ausbleibenden Soldzahlungen. Die Truppen meuterten, und Mitte September 1599 wurde die Belagerung in großer Unordnung abgebrochen. Viele der Meuterer wurden später zur Rechenschaft gezogen: Herzog Heinrich Julius von Braunschweig ließ im Oktober 1599 24 von ihnen in Wolfenbüttel hinrichten; andere wurden zu mehrjährigem Kriegsdienst gegen die Osmanen verurteilt. In Rees blieb die spanische Besatzung zunächst in der Stadt. Erst im Dezember 1599 ließ Feldherr Mendoza die verbliebenen Truppen nach Rheinberg abrücken. Zuvor wurde noch die linksrheinische Reeser Schanze zerstört. Der deutsche Schriftsteller Wilhelm Raabe setzte den Ereignissen vor Rees 1858 in seiner Novelle „Der Junker von Denow“ ein literarisches Denkmal, das mit folgenden Worten beginnt: „Wer am Abend des sechsten Septembers alten Stils ... einen Blick aus der Vogelschau über die Rheinebene von Rees bis Emmerich ... hätte werfen können, der würde eines erschrecklichen Schauspiels teilhaftig geworden sein.“ Bereits im Sommer 1600 war das Rheintor wiederhergestellt. Unter den Wappen des Herzogtums Jülich-Kleve-Berg und der Stadt Rees erinnerten beide Inschriften noch mehr als drei Jahrhunderte lang an die dramatischen Ereignisse des Jahres 1599. Erst im Frühjahr 1945 endete die Geschichte des Bauwerks: Im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs wurde das Rheintor zerstört und anschließend nicht wieder aufgebaut. Fortsetzung folgt... Quellen: Bild Rheintor https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/4TDZMZEIWQ5LRH5B724ZFXBTFBKUAB6Q Bild Wilhelm Raabe https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/BMOADSRVI6G3QGC75KZQFUJDC767RRY5 historischer Hintergrund Bilder aus der Vergangenheit der Stadt und Festung Rees von Jakob Düffel mit einem Nachtrag von Hermann Terlinden, Kleve 1972. https://zeitpunkt.nrw/download/pdf/27053510.pdf https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/4176889?query=%22Spanier%20Rees%22~20 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/10368238?query=%22Spanier%20Rees%22~20
15. Juli 2026, 09:00 Uhr

800 REESER LIEBLINGSSTÜCKE FÜR DAS JUBILÄUM

Für eine Ausstellung zur 800-Jahr-Feier sucht die Stadt Rees in Kooperation mit dem Reeser Geschichtsverein RESSA Exponate. In zwei Jahren, am 14. Juli 2028, feiert Rees den 800. Jahrestag der Stadterhebung durch den Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark. Wichtige Bestandteile des Jubiläumsjahres werden auch stadthistorische Ausstellungen im Koenraad Bosman Museum und im Rathaus sein. Für die geplante Ausstellung „800 Lieblingsstücke“ setzen Stadtarchivarin Tina Oostendorp und Projektkoordinator Michael Scholten auf die Mithilfe aller Reeserinnen und Reeser. Welche Gegenstände, die untrennbar mit großen und kleinen Momenten der Reeser Stadtgeschichte verbunden sind, schlummern in Kellern, Wohnzimmerschränken oder auf Dachböden? „Das kann die aufgehobene Eintrittskarte vom ersten Haldern-Pop-Festival sein oder der Lichtbildausweis von der 750-Jahr-Feier, aber auch das Playmobil-Piratenschiff, das vom gesparten Taschengeld im Spielzeugladen Raffel an der Dellstraße gekauft wurde“, nennt Michael Scholten einige Beispiele. Tina Oostendorp ergänzt: „Wir suchen Reeser Exponate, zu denen die Leihgeber eine persönliche oder sogar emotionale Verbindung haben – eben 800 Lieblingsstücke.“ Ob Notgeld, Jubiläumsmünzen, Gemälde, Zeugnisse, Kassenbons oder der erste Drahtesel vom lokalen Fahrradhändler: Alles ist willkommen, sofern es mit Reeser Geschichte(n) verbunden ist. „Dazu gehören ausdrücklich die Ortsteile“, sagt Michael Scholten, „und wir freuen uns auch über Exponate aus anderen Städten, wenn die Leihgeber oder deren Vorfahren einen Bezug zu Rees haben.“ Erst kürzlich schenkte ein Mann aus Stuttgart dem Reeser Archiv zwei Poesiealben seiner 1916 in Rees geborenen Großmutter. Darin stehen gute Wünsche von vielen Reeser Schülerinnen und Lehrerinnen aus jener Epoche. Die Erinnerungsstücke können nach telefonischer Ankündigung im Stadtarchiv, in der Reeser Touristeninformation oder bei Vorstandsmitgliedern des Reeser Geschichtsvereins abgegeben werden. Dort sind auch alte Fotos, Super-8-Filme und Videoaufnahmen von Rees und den Ortsteilen willkommen. „Wir sind gespannt auf alles, was unsere Stadtgeschichte noch ein bisschen lebendiger werden lässt“, sagt Stadtarchivarin Tina Oostendorp. Es reicht auch, zunächst nur ein digitales Foto oder eine kurze Beschreibung der Lieblingsstücke per Mail zu senden: tina.oostendorp@stadt-rees.de oder ms@ressa.de Die Kuratoren der Ausstellung nehmen dann Kontakt zu den Leihgebern auf und vereinbaren eine Übergabe oder Abholung. Die Erinnerungsstücke können nach telefonischer Ankündigung (02851-51480) im Stadtarchiv am Hermann-Terlinden-Weg 1, in der Reeser Touristeninformation am Markt 41 oder bei Vorstandsmitgliedern des Reeser Geschichtsvereins abgegeben werden. Geplant ist, die Ausstellung bereits im November 2027 im Museum und im Rathaus zu eröffnen und bis in den Frühling des Jubiläumsjahres 2028 laufen zu lassen. Der Einsende- bzw. Meldeschluss liegt deshalb im Dezember 2026. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, darf auch gern mehrere Exponate einreichen, falls es schwerfällt, sich für ein einzelnes Lieblingsstück zu entscheiden.
14. Juli 2026, 06:00 Uhr
8
AUG

Führung durch Grieth mit Kaffeetrinken im Hanselädchen

Treffpunkt: REWE-Parkplatz, Westring, 46459 Rees, ab 14:00 Uhr

Kleiner Ort, große Geschichte: Seit dem 13. Jahrhundert bauten die Klever Grafen Grieth zu einem befestigten Hafen- und Handelsplatz aus. 1254 wurden die Stadtrechte verliehen, 1472 die Zoll- und Stapelrechte. 1540 erfolgte die Aufnahme in die Hanse. Seit 1969 ist Grieth ein Ortsteil von Kalkar. 

Bei einer Führung lernen die RESSA-Mitglieder die Gassen und Bauwerke des Ortes kennen, bevor im Hanselädchen (optional) Kaffee und Kuchen bereitstehen. Voraussichtlich beginnt die Tour am rechten Rheinufer in Grietherort, wenn die Gruppe mit der Fähre Inseltreue B nach Grieth übersetzt. Die Teilnahme kostet sechs Euro pro Person. Eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. Um 14 Uhr werden in Rees am Rewe-Parkplatz Fahrgemeinschaften gebildet.

16
SEP

Vortrag: Die Kölner Erzbischöfe Engelbert und Heinrich

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Die Reeser kennen den Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark vor allem, weil er ihnen am 14. Juli 1228 die Stadtrechte verlieh. Seit 1225 im Amt, nutzte Heinrich das erste Jahr seiner Macht aber auch, um die Mörder seines Vorgängers Engelbert von Berg jagen zu lassen. Dieser war am 7. November 1225 im heutigen Grevelsberg von einer Gruppe unter der Führung seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg ermordet worden. 

Dr. Jens Lieven von der Ruhr-Universität Bochum berichtet im Bürgerhaus über diesen frühmittelalterlichen Krimi und stellt die Lebensgeschichten der beteiligten Persönlichkeiten vor, deren persönliches Schicksal auch die Geschichte vieler Städte (Rees, Xanten, Rheinberg, Recklinghausen) beeinflusste. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

19
SEP

Führung durch das Fort Pannerden in den Niederlanden

Treffpunkt: REWE-Parkplatz, Westring, 46459 Rees, ab 11:00 Uhr

Das Fort Pannerden, nur einen Steinwurf von Emmerich und Elten entfernt, gehört zu den größten seiner Art in den Niederlanden. Von 1869 bis 1872 wurde es am Zusammenfluss von Rhein und Waal erbaut und diente als Sperrwerk gegen einfallende Truppen. 

Im 20. Jahrhundert verfiel die Anlage und wurde sogar als Mülldeponie genutzt. Inzwischen kümmert sich die Stichting Fort Pannerden um die beeindruckende Festung und bietet geführte Touren an. 

Dieser Ausflug startet bereits um 11 Uhr vormittags. Auf dem Rewe-Parkplatz am Reeser Westring werden Fahrgemeinschaften gebildet. Diese Exkursion ist nur für RESSA-Mitglieder und deren Angehörige bestimmt. Der Preis beträgt 15 Euro pro Person (Kinder: 10 Euro), eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. 

Im Anschluss an die Führung ist ein gemeinsames Kaffeetrinken (optional) im Fort-Café geplant.

14
OKT

Vortrag: Die JASBA und weitere Reeser Betriebe

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Mit großen Hoffnungen für den Reeser Arbeitsmarkt wurde 1956 die Porzellanfabrik Niederrhein an der Ecke B 8 / Rauhe Straße eröffnet. Doch schon nach einem Jahr blieben die Brennöfen vorerst wieder kalt. Die Stadt hoffte auf einen neuen Investor und fand diesen in der Westerwälder Familie Schwaderlapp. So nahm die JASBA (ein Kunstwort aus dem Namen Jakob Schwaderlapp und dem ersten Firmensitz in Baumbach) 1957 ihren Betrieb auf. Zunächst wurde Porzellan gefertigt, ab 1959 begann der wirtschaftliche Aufschwung durch die Produktion von Spaltplatten. 

RESSA-Vize Michael Scholten zeichnet mit vielen Fotos die Geschichte der JASBA nach, im zweiten Teil des Vortrags folgen Infos zu weiteren Reeser Firmen. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

18
NOV

FÄLLT AUS: Filmabend mit Clemens Reinders: „Niederrheiner erzählen“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Aus gesundheitlichen Gründen muss die Veranstaltung leider verschoben werden.


Clemens Reinders ist Buchautor, Filmemacher, Pädagoge und Halderner durch und durch. Schon als Student an der Kunstakademie Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität dokumentierte der 1962 geborene Lindendörfler mit Fotos, Filmen und Texten die Geschichte(n) seiner Heimatregion Niederrhein. Unvergessen sind seine WDR-Dokumentarfilme „Aspel: Ende einer Schulzeit“ und „Haldern: Wo die Linden rauschen.“

Für den Reeser Geschichtsverein RESSA stellt der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Haldern nun eine Auswahl seiner besten lokalhistorischen Reportagen, Augenzeugenberichte und Buchbeiträge zusammen, um das Lebensgefühl der Niederrheiner im Wandel der Jahrzehnte zu beleuchten. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

12
DEZ

Jahreshauptversammlung und RESSA-Adventsfeier

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 15:00 Uhr

RESSA lässt das Jahr 2026 mit einer Adventsfeier im Bürgerhaus ausklingen. Vorgeschaltet ist die Jahreshauptversammlung, in der die Mitglieder über die Erfolge und Herausforderungen des Vereinsjahres und über die Pläne für 2027 informiert werden. 

Eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. Für das Kaffee- und Kuchenbuffet wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Sämtliche Termine finden Sie in der Rubrik VERANSTALTUNGEN.

Anmeldungen zu RESSA-Veranstaltungen unter Info / Anmeldung!

JUBILÄUM GYMNASIUM ASPEL

Das Gymnasium Aspel der Stadt Rees feiert Jubiläum. Die Festschrift zum Jubiläum legte Schulleiter Klaus Hegel in die Hände des Reeser Geschichtsvereins RESSA 1987 e.V. Es zeigt einen Streifzug durch 175 Jahre Schulgeschichte an zwei Standorten.

Das Buch ist in der Touristeninformation am Markt sowie in unserem Online-Shop erhältlich.

Bestellung unter www.ressa.de/shop. 

Auf dieser Seite möchten wir unsere Mitglieder und geschichtsinteressierte Gäste über aktuelle und künftige Aktivitäten des Vereins informieren und zugleich auf die Vorträge, Exkursionen und Feste der letzten drei Jahrzehnte zurückblicken.

Viel Vergnügen beim Stöbern und Staunen wünscht

der RESSA-Vorstand

Sämtliche Nachrichten finden Sie in der Rubrik AKTUELL.

Die nächsten Termine​​

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