Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.
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Willkommen in der Reeser Geschichte!

Der Reeser Geschichtsverein RESSA erforscht seit 1987 die Geschichte der Stadt Rees und ihrer Ortsteile, aber auch die Bedeutung der ältesten Stadt am unteren Niederrhein im Laufe der Jahrhunderte.

Besuchen Sie auch unsere Website zum Rinkieker:   

Rinkieker.de

Die aktuellesten Nachrichten

NEUES AUS DER VERGANGENHEIT

Die 72. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 14. September 1979 unter anderem über das 100-jährige Bestehen der Genossenschaft in Haldern, die Eröffnung des Plus-Supermarktes in Rees und den Auftritt des Sängers Bernhard Brink in der Kupfermine Millingen. Die komplette Zeitung steht unter www.rinkieker.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht immer freitags um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Wochenzeitung.
11. Sept. 2026, 07:00 Uhr

PETERS POST: BUTTER IN REES

Unser RESSA-Mitglied Peter Schütte veröffentlicht an dieser Stelle die Ergebnisse seiner Forschungen über die Reeser Stadtgeschichte. Diesmal sind es vier Geschichten über ein alltägliches Lebensmittel. Kaum ein anderes Lebensmittel spiegelt die Geschichte von Rees so eindrucksvoll wider wie die Butter. Mal diente sie als Zahlungsmittel, mal führte sie zu einem aufsehenerregenden Gerichtsverfahren, auch geriet sie durch die Margarineindustrie unter Druck und schließlich wurde ihre Herstellung staatlich reglementiert. 1. Butter als Zahlungsmittel: „Alles in Butter?“ Unter dieser Überschrift berichtete die Rheinische Volkswacht am 28. Juli 1923 über einen ungewöhnlichen Ratsbeschluss aus Rees: „Blättermeldungen zufolge legten die Stadtväter von Rees in ihrer letzten Sitzung zeitgemäße Sätze fest. So wurde die Hundesteuer für den ersten Hund mit einem Pfund Butter, für jeden weiteren Hund mit drei Pfund Butter bestimmt. Für das Aufziehen der Stadtuhr erhält der damit beauftragte Uhrmacher eine monatliche Entschädigung in Höhe von eineinhalb Pfund Butter.“ Was heute kurios wirkt, war Ausdruck der Hyperinflation. Weil die Mark immer schneller an Wert verlor, orientierte man Gebühren und Vergütungen an wertbeständigen Naturalien. Butter eignete sich dafür deutlich besser als das entwertete Papiergeld. 2. Butter wird zur begehrten Handelsware: Der Kölner Milchskandal Nach dem Ersten Weltkrieg unterlagen Butter und Käse einer strengen staatlichen Bewirtschaftung. Im September 1920 mussten sich der Besitzer der Reeser Molkerei, Dr. Josef Raadts, und Geschäftsführer Joseph van Loock im sogenannten „Kölner Milchskandal“ vor Gericht verantworten. Ihnen wurde vorgeworfen, Butter und Käse unter Umgehung der gesetzlichen Vorschriften und über den festgesetzten Höchstpreisen verkauft zu haben. Das Verfahren endete mit empfindlichen Strafen. Van Loock erhielt zwei Monate Gefängnis sowie eine Geldstrafe, Dr. Raadts wurde ebenfalls zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. 3. Die Margarine bedroht die Butterwirtschaft Ende des 19. Jahrhunderts entstand mit der industriell hergestellten Margarine eine neue Konkurrenz für die Butter. Da Margarine damals auch Milch benötigte, bemühten sich die Fabriken um die Milchlieferungen der Bauern – sehr zum Missfallen vieler Landwirte. Als 1895 der Bau einer Margarinefabrik in Rees geplant wurde, regte sich heftiger Widerstand. Ein Zeitungsartikel warnte die Bauern eindringlich davor, ihre Milch dorthin zu liefern. Stattdessen empfahl er den Zusammenschluss in Molkereigenossenschaften und verwies auf den hervorragenden Ruf des Reeser Käses. Margarine galt aus Sicht des Verfassers als „Gegner der Landwirtschaft“. 4. Das Ende der Landbutter 1934 griff der Staat schließlich unmittelbar in die Butterherstellung ein. Für die Kreise Dinslaken, Moers, Geldern, Kleve und Rees wurde der Verkauf von Bauernbutter verboten. Landwirte durften Butter nur noch für den Eigenbedarf herstellen; der Verkauf auf Wochenmärkten oder direkt an Verbraucher war nicht mehr erlaubt. Offiziell sollte die Maßnahme stabile Preise und eine gleichbleibende Qualität sichern. Tatsächlich bedeutete sie das Ende eines jahrhundertealten Vertriebswegs der Bauern. An der Geschichte der Butter lässt sich der wirtschaftliche Wandel in Rees besonders anschaulich ablesen. Kaum ein anderes Alltagsprodukt war innerhalb weniger Jahrzehnte Zahlungsmittel, begehrte Handelsware und Gegenstand wirtschaftlicher wie staatlicher Auseinandersetzungen. Quellen: https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/450745?query=%22Rees%20Butter%22~10 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/6595305?query=%22Reeser%20Butter%22~10 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/437131?query=%22Raadts%20Molkerei%20Rees%22~15 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/1893047?query=%22Rees%20Butter%22~15 https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/12847681?query=%22Reeser%20Butter%22~10 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/4865334?query=%22Rees%20Butter%22~15
9. Sept. 2026, 09:00 Uhr

RESSA BEIM „BERGHVREDE“ IN STOKKUM (NL)

Als germanische Stämme noch das Einzugsgebiet von Rhein und IJssel bevölkerten, versammelten sie sich regelmäßig auf einem hohen Hügel, um wichtige Fragen der Zeit zu besprechen und so zu einer friedlichen Einigung zu gelangen. Das Phänomen war als Bergfrieden bekannt. Diese Idee griffen Edwin Zweers, Harry Ankone und Brigitte Alex vor mehreren Jahren für die Neuzeit auf. Und so treffen sich im Abstand von zwei Jahren Historiker und Heimatfreunde auf dem Molenberg in Stokkum, um sich über den aktuellen Forschungsstand in ihren jeweiligen Disziplinen auszutauschen. In diesem Jahr war der Reeser Geschichtsverein RESSA erstmals zum „Berghvrede“ eingeladen, nachdem Initiator Edwin Zweers in den Jahren 2025 und 2026 auf Einladung von RESSA und Liemers Niederrhein zwei Vortragsabende im Bürgerhaus über den Zweiten Weltkrieg mitgestaltet hatte. Der zweite RESSA-Vorsitzende Michael Scholten führte in Stokkum viele Gespräche mit Gleichgesinnten aus der deutsch-niederländischen Grenzregion und konnte den Grundstein für weitere Kooperationen mit Geschichtsvereinen legen.
7. Sept. 2026, 15:56 Uhr

TAG DES OFFENEN DENKMALS 2026

Die Scholten-Mühle in Rees beteiligt sich auch in diesem Jahr am „Tag des offenen Denkmals“. Am Sonntag, 13. September, lädt Eigentümer Michael Scholten ab 14.30 Uhr zu einer kostenlosen Führung durch das Denkmal ein. Das Besondere an der 1848 erbauten Wallholländermühle sind die Bilau’schen Ventikanten-Flügel aus dem Jahr 1937 und die Windrose von 1942. Mehr Infos und eine Wegbeschreibung unter www.scholten-muehle-rees.de
5. Sept. 2026, 08:34 Uhr

NEUES AUS DER VERGANGENHEIT

Die 71. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 7. September 1979 unter anderem über den schnellsten Mann von Rees, das Tambourcorps Bienen und den Niederrheinischen Naturschutzbund. Die komplette Zeitung steht unter www.rinkieker.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht immer freitags um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Wochenzeitung.
4. Sept. 2026, 07:00 Uhr

WDR-BERICHT ÜBER DIE RHEINBRÜCKE REES-KALKAR

Vor einem Jahr kontaktierte der WDR-Filmemacher Markus Waerder den Reeser Geschichtsverein RESSA, um über das Jahrhunderthochwasser von 1926 berichten zu können. Jetzt wurde die gute Zusammenarbeit fortgesetzt. Denn vor wenigen Wochen kontaktierte wiederum RESSA den Filmemacher, um ihm die aktuellen Wartungsarbeiten an der Rheinbrücke Rees-Kalkar als Thema für die WDR-Lokalzeit Duisburg vorzuschlagen. Nicht ohne Hintergedanken: Die Brücke wird bald 60 Jahre alt, im November 2027 (!) wird es dazu einen RESSA-Vortragsabend im Reeser Bürgerhaus geben. Die Dreharbeiten mit dem neuartigen "Wickelroboter" fanden am Dienstag, 25. August, auf der Rheinbrücke statt, und auch RESSA-Vize Michael Scholten kam vor der Kamera zu Wort. Der ganze Bericht ist jetzt online verfügbar, die Anmoderation beginnt ungefähr bei Minute 13:10 https://www.ardmediathek.de/video/lokalzeit-aus-duisburg/wdr-lokalzeit-aus-duisburg-oder-02-09-2026/wdr-duisburg/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtYmRmZmI5N2YtZjIyYy00ZWIwLWIxYTEtNTE4ZTNhMGRmMjdj
2. Sept. 2026, 23:34 Uhr
16
SEP

Vortrag: Die Kölner Erzbischöfe Engelbert und Heinrich

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Die Reeser kennen den Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark vor allem, weil er ihnen am 14. Juli 1228 die Stadtrechte verlieh. Seit 1225 im Amt, nutzte Heinrich das erste Jahr seiner Macht aber auch, um die Mörder seines Vorgängers Engelbert von Berg jagen zu lassen. Dieser war am 7. November 1225 im heutigen Grevelsberg von einer Gruppe unter der Führung seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg ermordet worden. 

Dr. Jens Lieven von der Ruhr-Universität Bochum berichtet im Bürgerhaus über diesen frühmittelalterlichen Krimi und stellt die Lebensgeschichten der beteiligten Persönlichkeiten vor, deren persönliches Schicksal auch die Geschichte vieler Städte (Rees, Xanten, Rheinberg, Recklinghausen) beeinflusste. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

19
SEP

Führung durch das Fort Pannerden in den Niederlanden

Treffpunkt: REWE-Parkplatz, Westring, 46459 Rees, ab 11:00 Uhr

Es sind mittlerweile sämtliche Plätze vergeben. Wir versuchen noch einen dritten deutschsprachigen Führer im Fort Pannerden zu organisieren. Bitte melden Sie sich unter exkursion@ressa.de damit wir Sie ggf. auf die Warteliste setzen können.

Das Fort Pannerden, nur einen Steinwurf von Emmerich und Elten entfernt, gehört zu den größten seiner Art in den Niederlanden. Von 1869 bis 1872 wurde es am Zusammenfluss von Rhein und Waal erbaut und diente als Sperrwerk gegen einfallende Truppen. 

Im 20. Jahrhundert verfiel die Anlage und wurde sogar als Mülldeponie genutzt. Inzwischen kümmert sich die Stichting Fort Pannerden um die beeindruckende Festung und bietet geführte Touren an. 

Dieser Ausflug startet bereits um 11 Uhr vormittags. Auf dem Rewe-Parkplatz am Reeser Westring werden Fahrgemeinschaften gebildet. Diese Exkursion ist nur für RESSA-Mitglieder und deren Angehörige bestimmt. Der Preis beträgt 15 Euro pro Person (Kinder: 10 Euro), eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. 

Im Anschluss an die Führung ist ein gemeinsames Kaffeetrinken (optional) im Fort-Café geplant.

14
OKT

Vortrag: Die JASBA und weitere Reeser Betriebe

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Mit großen Hoffnungen für den Reeser Arbeitsmarkt wurde 1956 die Porzellanfabrik Niederrhein an der Ecke B 8 / Rauhe Straße eröffnet. Doch schon nach einem Jahr blieben die Brennöfen vorerst wieder kalt. Die Stadt hoffte auf einen neuen Investor und fand diesen in der Westerwälder Familie Schwaderlapp. So nahm die JASBA (ein Kunstwort aus dem Namen Jakob Schwaderlapp und dem ersten Firmensitz in Baumbach) 1957 ihren Betrieb auf. Zunächst wurde Porzellan gefertigt, ab 1959 begann der wirtschaftliche Aufschwung durch die Produktion von Spaltplatten. 

RESSA-Vize Michael Scholten zeichnet mit vielen Fotos die Geschichte der JASBA nach, im zweiten Teil des Vortrags folgen Infos zu weiteren Reeser Firmen. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

18
NOV

FÄLLT AUS: Filmabend mit Clemens Reinders: „Niederrheiner erzählen“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Aus gesundheitlichen Gründen muss die Veranstaltung leider verschoben werden.


Clemens Reinders ist Buchautor, Filmemacher, Pädagoge und Halderner durch und durch. Schon als Student an der Kunstakademie Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität dokumentierte der 1962 geborene Lindendörfler mit Fotos, Filmen und Texten die Geschichte(n) seiner Heimatregion Niederrhein. Unvergessen sind seine WDR-Dokumentarfilme „Aspel: Ende einer Schulzeit“ und „Haldern: Wo die Linden rauschen.“

Für den Reeser Geschichtsverein RESSA stellt der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Haldern nun eine Auswahl seiner besten lokalhistorischen Reportagen, Augenzeugenberichte und Buchbeiträge zusammen, um das Lebensgefühl der Niederrheiner im Wandel der Jahrzehnte zu beleuchten. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

12
DEZ

Jahreshauptversammlung und RESSA-Adventsfeier

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 15:00 Uhr

RESSA lässt das Jahr 2026 mit einer Adventsfeier im Bürgerhaus ausklingen. Vorgeschaltet ist die Jahreshauptversammlung, in der die Mitglieder über die Erfolge und Herausforderungen des Vereinsjahres und über die Pläne für 2027 informiert werden. 

Eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. Für das Kaffee- und Kuchenbuffet wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Sämtliche Termine finden Sie in der Rubrik VERANSTALTUNGEN.

Anmeldungen zu RESSA-Veranstaltungen unter Info / Anmeldung!

Auf dieser Seite möchten wir unsere Mitglieder und geschichtsinteressierte Gäste über aktuelle und künftige Aktivitäten des Vereins informieren und zugleich auf die Vorträge, Exkursionen und Feste der letzten drei Jahrzehnte zurückblicken.

Viel Vergnügen beim Stöbern und Staunen wünscht

der RESSA-Vorstand

Sämtliche Nachrichten finden Sie in der Rubrik AKTUELL.

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