Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.
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Willkommen in der Reeser Geschichte!

Der Reeser Geschichtsverein RESSA erforscht seit 1987 die Geschichte der Stadt Rees und ihrer Ortsteile, aber auch die Bedeutung der ältesten Stadt am unteren Niederrhein im Laufe der Jahrhunderte.

Besuchen Sie auch unsere Website zum Rinkieker:   

Rinkieker.de

Die aktuellesten Nachrichten

PETERS POST: EIN TORBOGEN, DER GEBLIEBEN IST

Unser RESSA-Mitglied Peter Schütte veröffentlicht an dieser Stelle die Ergebnisse seiner Forschungen über die Reeser Stadtgeschichte. Diesmal geht es um ein architektonisches Detail in der Dellstraße. Man geht heute leicht an ihm vorbei: dem Torbogen an der Dellstraße zwischen den Hausnummern 7 und 9. Zwischen einem Friseurgeschäft und einer Apotheke gelegen, gehört er zu den wenigen sichtbaren Spuren des alten Straßenbildes. Auffällig sind die Steinblöcke links und rechts. Es sind alte Radabweiser: Sie sollten die empfindlichen Ecken des Torbogens schützen, wenn früher Fuhrwerke oder Karren eng hindurchfuhren. Die großen Steinblöcke lenkten Räder bzw. Wagenachsen etwas von den Pfeilern weg. Bei genauem Hinschauen erkennt man diesen Torbogen noch auf dem Bild, das Joseph Knippenberg in den 1920er Jahren aufgenommen hat. Es war Grundlage des Plakates, das für die Ausstellung seiner Bilder im Koenraad Bosman Museum von November 2025 bis März 2026 warb. Beim Luftangriff auf Rees am 16. Februar 1945 wurde auch die Dellstraße stark zerstört. Der Torbogen allerdings blieb erhalten. Das rechts daneben gelegene Geschäft Döring – heute befindet sich dort eine Apotheke – war eine Ruine, konnte aber wiederaufgebaut werden. Die planmäßige Enttrümmerung von Rees begann erst am 15. April 1946. Auch entstanden erste Neubauten. Diese wurden allerdings z. T. kritisch gesehen. Am 14. Oktober 1948 besichtigten Vertreter der Landes- und Bezirksregierung die Stadt Rees. Walter Bader (1901–1996), seit 1947 Honorarprofessor an der Universität Bonn und beim neu geschaffenen Land NRW Referent für die Denkmalpflege, äußerte sich drei Tage später kritisch: „Hinsichtlich der Stadtplanung im gesamten bestehen erhebliche Bedenken. An sehr wichtigen Stellen sind teilweise hässliche Neubauten entstanden, und ich befürchte, dass der Wiederaufbau der sehr stark zerstörten Stadt nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wird.“ Am 2. Februar 1949 wiederholte er seine Kritik und bat darum, Baudirektor Kühn möge „gelegentlich einmal in Rees“ nachsehen. Andere Stimmen hoben später allerdings positiv hervor, dass der historische Stadtgrundriss weitgehend beibehalten wurde und „unter Bezugnahme auf das historische Erscheinungsbild meist zwei- bis dreigeschossige, vertikal gegliederte Backsteinbauten von beschränkter Frontbreite“ errichtet wurden. Das heutige Rees ist weitgehend ein Produkt des Wiederaufbaus der fünfziger und sechziger Jahre. Bei genauem Hinsehen wird man aber auch immer wieder auf Überbleibsel des alten Rees stoßen. So zum Beispiel auf den Torbogen in der Dellstraße. Quellen: Kriegsschicksale deutscher Architektur. Verluste Schäden Wiederaufbau. Band 1: Nord, Wiesbaden o.J., S. 698-701. Rees. Historie und Gegenwart, Stadt Rees 1978, S. 67. Stellungnahme Walter Bader https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Rheinland%2FNW_0060%2F~005%2F00598%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=86&cHash=53db26b33c95cbd87800cd05040d9c80
30. Sept. 2026, 09:00 Uhr

BESUCH IM LIBERATION TOWER IN HAMMMINKELN

Auch eine RESSA-Abordnung fuhr am Wochenende nach Hamminkeln, um sich am "Museumstag Lippe - Issel - Niederrhein" von Olaf Prinz und Alexander Berkel durch den Liberation Tower in Hamminkeln führen zu lassen. Der Liberation Tower ist ein kleines privates Museum, das an eines der größten Luftlande-Unternehmen des Zweiten Weltkriegs erinnert. Am 24. März 1945 landeten im Rahmen der Operation Varsity hunderte alliierte Lastensegler rund um den markanten Turm. In der Umgebung lieferten sich US-Luftlandetruppen und deutsche Verteidiger heftige Gefechte. Heute erinnert der Turm am Thülenweg mit einer Ausstellung an die dramatischen Ereignisse jener Tage. Besucher erleben Geschichte am authentischen Ort – eindrucksvoll und greifbar. Mehr Infos unter: www.liberation-tower.de www.krieg-am-niederrhein.de
29. Sept. 2026, 13:22 Uhr

SCHLAGZEILEN VOM SEPTEMBER 1979

Die 74. Ausgabe des „Rinkiekers“ berichtete am 28. September 1979 unter anderem über die Reeser Kirmes, den Abschied von Pfarrer Ruiter und die Kandidaten für den Reeser Stadtrat. Die komplette Zeitung steht unter www.rinkieker.de/ausgaben Der Reeser Geschichtsverein RESSA veröffentlicht immer freitags um 7 Uhr eine neue, 47 Jahre alte Ausgabe der früheren Reeser Wochenzeitung Rinkieker.
25. Sept. 2026, 07:04 Uhr

RESSA-AUSFLUG ZUM FORT PANNERDEN

Die jüngste Exkursion des Reeser Geschichtsvereins führte zum Fort Pannerden in den Niederlanden. Es wurde von 1869 bis 1872 als eine der größten Festungsanlagen gebaut und sollte als Sperrwerk gegen einfallende Truppen dienen, die über Rhein und Waal vorstoßen wollten. In der Zeit von 1885 bis 1890 wurde das Fort modernisiert und deutlich verstärkt, um den immer effektiver werdenden Waffen der Feinde standhalten zu können. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem das Fort Pannerden keine nennenswerte Rolle spielte, verkam die Anlage zum Steinbruch für den Wiederaufbau und zur Mülldeponie. Im Sommer 2000 besetzten Aktivisten das Fort für mehrere Jahre. Nach einer Räumung und Wiederbesetzung kam es im Dezember 2006 zu einer Übereinkunft zwischen den Besetzern, der Stichting Fort Pannerden und der Gemeinde Lingewaard. Seither führen Ehrenamtliche eine stetig wachsende Schar von Besuchern durch das Denkmal. Auch bei RESSA war das Interesse groß: 40 Mitglieder hatten sich angemeldet und wurden in drei Gruppen durch die Gänge und Ausstellungsräume geleitet. Dabei erhielten die Reeser Gäste tiefe Einblicke in das Leben der Soldaten, die einst im Fort Pannerden stationiert waren, und in die Kriegstechnik des späten 19. Jahrhunderts. Fotos © RESSA / Agnes Jay, Peter Bongers, Michael Scholten
23. Sept. 2026, 20:17 Uhr

VORTRAG VON DR. JENS LIEVEN IM REESER BÜRGERHAUS

Über die Kölner Erzbischöfe Engelbert von Berg und Heinrich von Molenark referierte jetzt RESSA-Mitglied Dr. Jens Lieven von der Ruhruniversität Bochum auf Einladung des Reeser Geschichtsvereins. Die Reeser und Xantener kennen Heinrich von Molenark vor allem, weil er ihnen am 14. bzw. 15. Juli 1228 die Stadtrechte verlieh. Seit 1225 im Amt, nutzte Heinrich das erste Jahr seiner Macht aber auch, um die Mörder seines Vorgängers Engelbert von Berg jagen zu lassen. Dieser war am 7. November 1225 im heutigen Grevelsberg von einer Gruppe unter der Führung seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg ermordet worden. Dr. Jens berichtete auch über diesen frühmittelalterlichen Krimi und zog Vergleiche zur Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy samt der nachfolgend unruhigen politischen Zeiten. Eine Zusammenfassung des Vortrags wird im Jahrbuch des Reeser Geschichtsvereins, dem "Reeser Geschichtsfreund" Nr. 20/2027 veröffentlicht. Das Buch erscheint Ende November 2026 und wird zum Preis von 10 Euro erhältlich sein. Alle RESSA-Mitglieder erhalten ein Freiexemplar. Dieses ist im Jahresbeitrag von 18 Euro bereits enthalten. Mehr unter www.ressa.de
20. Sept. 2026, 15:09 Uhr

DIE JASBA UND WEITERE REESER UNTERNEHMEN

Vortrag im Reeser Bürgerhaus am Mittwoch, 14. Oktober, ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich Mit großen Hoffnungen für den Reeser Arbeitsmarkt wurde 1956 die Porzellanfabrik Niederrhein an der Ecke B 8 / Rauhe Straße eröffnet. Doch schon nach einem Jahr blieben die Brennöfen vorerst wieder kalt. Die Stadt hoffte auf einen neuen Investor und fand diesen in der Westerwälder Familie Schwaderlapp. So nahm die JASBA 1957 ihren Betrieb auf. Zunächst wurde Porzellan gefertigt, ab 1959 begann der wirtschaftliche Aufschwung durch die Produktion von Spaltplatten. RESSA-Vorstandsmitglied Michael Scholten zeichnet mit vielen Fotos die Geschichte der JASBA nach, im zweiten Teil des Abends stellt Heinz Belting die Reeser Margarinefabrik vor, die in den 1920er-Jahren ihren Betrieb einstellte. Außerdem gibt es Fotos, Videos und Radioausschnitte von weiteren ehemaligen Unternehmen der Stadt Rees.
19. Sept. 2026, 23:21 Uhr
14
OKT

Vortrag: Die JASBA und weitere Reeser Betriebe

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Mit großen Hoffnungen für den Reeser Arbeitsmarkt wurde 1956 die Porzellanfabrik Niederrhein an der Ecke B 8 / Rauhe Straße eröffnet. Doch schon nach einem Jahr blieben die Brennöfen vorerst wieder kalt. Die Stadt hoffte auf einen neuen Investor und fand diesen in der Westerwälder Familie Schwaderlapp. So nahm die JASBA (ein Kunstwort aus dem Namen Jakob Schwaderlapp und dem ersten Firmensitz in Baumbach) 1957 ihren Betrieb auf. Zunächst wurde Porzellan gefertigt, ab 1959 begann der wirtschaftliche Aufschwung durch die Produktion von Spaltplatten. 

RESSA-Vize Michael Scholten zeichnet mit vielen Fotos die Geschichte der JASBA nach, im zweiten Teil des Vortrags folgen Infos zu weiteren Reeser Firmen. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

18
NOV

FÄLLT AUS: Filmabend mit Clemens Reinders: „Niederrheiner erzählen“

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 19:00 Uhr

Aus gesundheitlichen Gründen muss die Veranstaltung leider verschoben werden.


Clemens Reinders ist Buchautor, Filmemacher, Pädagoge und Halderner durch und durch. Schon als Student an der Kunstakademie Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität dokumentierte der 1962 geborene Lindendörfler mit Fotos, Filmen und Texten die Geschichte(n) seiner Heimatregion Niederrhein. Unvergessen sind seine WDR-Dokumentarfilme „Aspel: Ende einer Schulzeit“ und „Haldern: Wo die Linden rauschen.“

Für den Reeser Geschichtsverein RESSA stellt der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Haldern nun eine Auswahl seiner besten lokalhistorischen Reportagen, Augenzeugenberichte und Buchbeiträge zusammen, um das Lebensgefühl der Niederrheiner im Wandel der Jahrzehnte zu beleuchten. 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

12
DEZ

Jahreshauptversammlung und RESSA-Adventsfeier

Bürgerhaus, Markt 1, 46459 Rees, ab 15:00 Uhr

RESSA lässt das Jahr 2026 mit einer Adventsfeier im Bürgerhaus ausklingen. Vorgeschaltet ist die Jahreshauptversammlung, in der die Mitglieder über die Erfolge und Herausforderungen des Vereinsjahres und über die Pläne für 2027 informiert werden. 

Eine Anmeldung unter www.ressa.de/anmeldung ist erforderlich. Für das Kaffee- und Kuchenbuffet wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Sämtliche Termine finden Sie in der Rubrik VERANSTALTUNGEN.

Anmeldungen zu RESSA-Veranstaltungen unter Info / Anmeldung!

Auf dieser Seite möchten wir unsere Mitglieder und geschichtsinteressierte Gäste über aktuelle und künftige Aktivitäten des Vereins informieren und zugleich auf die Vorträge, Exkursionen und Feste der letzten drei Jahrzehnte zurückblicken.

Viel Vergnügen beim Stöbern und Staunen wünscht

der RESSA-Vorstand

Sämtliche Nachrichten finden Sie in der Rubrik AKTUELL.

Die nächsten Termine​​

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