Reeser Geschichtsverein RESSA 1987 e. V.
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Unsere Ausflüge 2008

Besuch auf Schloss Anholt 

Die Mitglieder trafen sich im Mai 2008 zu einem Ausflug zum Schloss Anholt, welches seit 1641 von der Fürstenfamilie zu Salm-Salm bewohnt wird. Erbaut wurde es aber schon viel früher. Wie Brigitte Parras, Schlossführerin auf Anholt, erklärte, ist der älteste Teil, der um 1700 zum Schloss umgebauten Burganlage, der dicke Turm. Er wurde schon vor 1169 errichtet und hat viele Kriege fast unbeschadet überstanden. 

Dank der Verbringung aller Möbel, Fußböden sowie Wandverkleidungen, im Zweiten Weltkrieg, nach Bad Kreuznach, haben diese antiken Gegenstände, die teilweise in das 14. Jahrhundert zurück datieren, ihren alten Platz bis heute im Schloss behalten.

Exkursion zum Huis Bergh 

Die Mitglieder des Geschichtsvereins fuhren im September zur Besichtigung mit Führung zum Kasteel Huis Bergh im niederländischen ‘s-Heerenberg bei Emmerich. Es ist eine der größten Wasserburgen der Niederlande und war lange Zeit die Residenz des Adelsgeschlechts van den Bergh. Das Schloss war zwischenzeitlich auch 200 Jahre im Besitz des süddeutschen Adelsgeschlechts derer von Hohenzollern-Sigmaringen. 

Heute ist das Gebäude im Stiftungsbesitz und mit wertvollen Möbeln und spätmittelalterlichen Kunstgegenständen eingerichtet. 

Museumsführerin Maud Droght gestaltete die Führung durch das Gebäude auf unterhaltsame Weise in deutscher Sprache. Es war eine interessante Führung, die den Vereinsmitgliedern einiges aus der niederrheinischen Geschichte näherbrachte.

Besuch im Heimatmuseum Bislich 

Im November 2008 besuchten die Mitglieder des Reeser Geschichtsvereins das Heimatmuseum in Bislich. Über seine Grenzen hinaus hat es einen guten Ruf und beinhaltet, neben jährlich verschiedenen Wechselausstellungen, ein Ziegelei- und ein Rhein-Deich-Museum. Museumsführer Hugo Lemken erzählte über die Entstehungsgeschichte des Museums, das heute vom Heimatverein betreut wird. 

In der Dauerausstellung sahen die RESSA-Mitglieder religiöse Volkskunst, Naturkunde, die fränkische Siedlung von Lippeham sowie das einst in Bislich ansässige Dorfhandwerk. Im Ziegeleimuseum waren auch einstige Ziegeleien aus Rees in Bildern zu sehen. Anni Franken, geborene Postulard, konnte sich noch gut an die Zeit erinnern da sie in einer solchen Ziegelei groß geworden ist. 

Natürlich hatte sie nicht verlernt was sie einmal gesehen und getan hatte und führte den amüsierten Gästen vor, wie man früher Ziegel „gestrichen“ hatte.